3 Dinge, die Sie als Autofahrer im Winter wissen müssen

Die kalten Wintermonate stehen bevor, und damit auch einige wichtige Regeln und Vorsichtsmaßnahmen für Autofahrer und den dazugehörigen Straßenverkehr. Mit diesem Artikel bieten wir Ihnen einen Überblick, wie Sie behutsam, sicher und mit einem Plan durch die kälteste Zeit des Jahres kommen.

 

Winterreifenpflicht (2010)

WinterreifenSeit dem Jahre 2010 gibt es eine neue Regelung der Straßenverkehrsordnung in Sachen Winterreifenpflicht. Es gilt nun, dass wenn Witterungsverhältnisse wie „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ herrschen, Sommerreifen verboten sind. Wird diesem nicht nachgekommen droht bei einer Kontrolle ein Bußgeld, welches sich laut Bußgeldkatalog auf 60€ beläuft. Dies gilt allerdings nur, wenn der Halter beim Fahren erwischt wird, geparkte Autos sind davon nämlich ausgenommen.

Einen geregelten Start- und Endtermin gibt es nicht. Experten raten dabei zu der O-O Regel, die besagt, dass Winterreifen von Oktober bis Ostern oder mindestens einem Wochenende danach bestehen sollten.

Versicherte, die einen Unfall oder Schäden mit Sommerreifen während der angesprochenen Witterungsverhältnisse verursachen, müssen jedoch nicht unbedingt besorgt sein, denn die Haftpflichtversicherung übernimmt in jeder Situation den kompletten Schaden des Unfallopfers. Die Vollkaskoversicherung kann allerdings mit Kürzungen der Zahlungen drohen, da durch die richtige Bereifung ein möglicher Schaden verhindert werden konnte.

Winterreifen werden mit der Kennzeichnung „M+S“ (Matsch und Schnee) oder einem Schneeflockensymbol ausgeliefert. Auch hier gilt die gesetzlich vorgeschriebene mindest Profiltiefe von 1,6 Millimeter und eine gültige DOT-Nummer (Herstellungsdatum des Reifen). Hierbei ist außerdem die „Haltbarkeit“ zu beachten, laut Experten verschlechtert sich die Haftung in den Jahren 6 – 10 spürbar.

 

Vor dem Antritt der Fahrt

Schneeverdecktes AutoAuch vor dem Antritt der Fahrt gibt es einiges zu beachten, denn bereits bei der nächsten Kontrolle kann es in den Wintermonaten teuer werden. So sollte sich besonders viel Zeit genommen werden, um das gesamte Fahrzeug von Schnee und Eis zu befreien. Ein kleines Guckloch in der vereisten Windschutzscheibe reicht z. B. dabei nicht aus und kostet mal eben 10€ Strafe. Auch das Dach* muss vom Schnee befreit werden, denn dieser kann bei höheren Geschwindigkeiten andere Autofahrer behindern. Dies kostet auch mal eben bis zu 25€ Strafe.

Ebenfalls sollte penibel darauf geachtet werden, dass das Kennzeichen immer lesbar ist und die Scheinwerfer sichtbar sind. Ob diese nun mit Matsch oder Schnee bedeckt sind, spielt dabei keine große Rolle und kostet bei der Polizei 5 – 25€ Strafe.

Die Straßenverkehrsordnung besagt außerdem, dass das morgendliche Warmlaufen des Motors verboten ist. Dies produziert nämlich unnötigen Lärm und Abgase, die sonst nicht entstanden wären. Eine Missachtung dieser Regel wird aktuell mit 10€ Bußgeld bestraft.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie die Räumungsarbeiten nicht behindern, denn falsches Parken kann dazu führen, dass eine Fahrbahn nicht richtig vom Schnee und Eis befreit werden kann.

*Für die Befreiung des Daches empfehlen wir einen Schneebesen, damit der Lack keine unnötigen Kratzer und Beschädigungen abkriegt und dank einer Teleskopverlängerung sehr praktisch im Gebrauch ist. Ein zusätzlicher Eisschaber befreit derweil die Fensterscheiben.

 

Während der Fahrt

Auto zusammenstoßBesonders wenn Schnee fällt, müssen die Scheinwerfer angeschaltet (Abblendlicht) sein, damit das Fahrzeug im Straßenverkehr besser erkannt wird. Auch hier gibt es wieder, einsehbar in dem Bußgeldkatalog, eine Strafe von 25€ innerorts und 60€ außerorts, sollte dies nicht beachtet werden. Am besten ist also das ganztägige Fahren mit Abblendlicht.

Um die Reifen auf eingeschneiten und rutschigen Fahrbahnen nicht zum Durchdrehen zu bringen, ist die Wahl des höchstmöglichen Ganges nötig, bei gleichzeitig niedriger Drehzahl. Eine gemäßigte Geschwindigkeit inklusive erhöhtem Sicherheitsabstand sollte dabei auch beachtet werden.

Sollte Ihr Fahrzeug während des Autofahrens ins Schleudern geraten, empfehlen Experten den Gang auszukuppeln, sanft zu bremsen und leichtes Gegensteuern, da durch hektische Manöver ein weiteres Ausbrechen, hin bis zum totalen Verlust der Kontrolle, möglich ist. Besitzt Ihr Fahrzeug außerdem ABS, ist es ratsam dieses einmal auf einer freien Fahrbahn mit niedriger Geschwindigkeit auszuprobieren. Spüren Sie bei einer Vollbremsung ein Pulsieren bzw. Vibrieren der Bremse, wissen Sie das das System an einem oder mehreren Rädern arbeitet.

 

Fazit

Um diesen Artikel passend zum Schluss zu führen, möchten wir Ihnen noch den Standardrat mitgeben:  Stehen Sie lieber 10-20 Minuten früher auf und befreien Sie Ihr Fahrzeug, vielleicht mit einem heißen Getränk in der Hand, von Schnee und Eis. Fahren Sie etwas langsamer als sonst und halten Sie einen größeren Abstand zu vorausfahrenden Autos, denn Blitzeis kann überall auf der Fahrbahn entstehen. Winterreifen können im Ernstfall überaus wichtig sein und kosten heutzutage auch nicht mehr die Welt. Sollte trotzdem ein Unfall passieren, kann eine Dashcam bei der Aufklärung der Schuldfrage hilfreich sein.

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