Abkühlungstipps für den Sommer

Der Sommer ist in Deutschland häufig warm und schwül. Tropische Temperaturen von 35 Grad und Luftfeuchtigkeiten von über 70% sind keine Seltenheit und für viele Leute eine Qual. Speziell Kinder, die den ganzen Tag im Freien spielen, brauchen bei stechender Sonne besondere Aufsicht, da die junge Haut um ein Vielfaches schneller und heftiger geschädigt wird, als bei Erwachsenen. Dieser Artikel fasst wichtige Fakten, Informationen und Tipps und Tricks zusammen, damit die heißesten Tage des Sommers erholsam und entspannt überstanden werden.

 

Was hilft wirklich gegen die Hitze?

Schwarze Klamotten sollten am Tagesanfang aussortiert werden, denn schwarze Farbe absorbiert bekanntlich Sonnenstrahlen (und auch zu ca. 97% UV-Strahlen!), wodurch es zur Wärmeentwicklung kommt. Empfohlen wird weiße Kleidung, da diese die Sonnenstrahlen reflektiert. Hierbei sollte besonders darauf geachtet werden, dass diese aber ebenfalls einige der schädlichen UV-Strahlen durchlassen!

Die Abkühlung durch eine kalte Dusche hilft leider nur für einen kurzen Moment, denn der Körper reagiert auf die Kälte mit der eigenen Heizung, wodurch sich die Blutgefäße stark zusammenziehen. Das Endresultat ist dann lediglich ein vermehrtes Schwitzen. Gleiches gilt im Übrigen auch für kalte Speisen und Getränke. Unsere Empfehlung ist deshalb eine lauwarm eingestellte Dusche, die in kurzen Abständen immer kälter reguliert wird. Sobald das Kältegefühl auftritt, muss die Abkühlung prompt beendet werden.

Das Wichtigste ist jedoch den Tag über ausreichend viel zu trinken, lauwarmes Wasser ist hier am besten geeignet. So sollten die empfohlenen 2 Liter pro Tag auf mindestens 3-4 Liter ausgeweitet werden. Außerdem sollte während einer hohen Luftfeuchtigkeit auf Zigaretten, koffeinhaltige Getränke, Alkohol und übermäßige Bewegung verzichtet werden, da diese die Schweißproduktion anregen, wodurch der Körper wichtige Flüssigkeit und Mineralien verliert. Der gleichzeitige Aufenthalt in kühlen Räumen wirkt sich ebenfalls positiv auf das Hitzeempfinden aus.

 

5 Tipps, damit Ihre Wohnung tagsüber kalt bleibt

  1. Markisen, Sonnenschirme und auch Vorhänge (am besten in hellen Farben), die vor den Fenstern platziert werden, können die Sonnenstrahlen reflektieren, wodurch die Wärme abgelenkt wird. Auch können Sonnenschutzfenster oder reflektierende Folien den Eintritt der Sonnenstrahlen mindern.
  2. Möglichst helle Bettlaken sind sehr effektiv, sollten keine Vorhänge, Markisen oder Jalousien vorhanden sein. Außen angebracht erzeugen Sie das gleiche reflektierende Resultat.
  3. Halten Sie alle Fenster tagsüber geschlossen, damit die Außenwände so wenig Hitze wie möglich aufnehmen. Gelüftet werden somit sollte immer nur abends, nachts oder morgens. Um eine möglichst schnelle Abkühlung zu gewährleisten, kann auch ein Ventilator zum schnellen Luftaustausch vor das Fenster gestellt werden.
  4. Eine Klimaanlage kann selbstverständlich die Wohnung abkühlen und auch nachhaltig für Kühlung sorgen. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass diese einen enormen Stromverbrauch besitzen.
  5. Elektrogeräte sind häufig eine große Wärmequelle, da durch die Umwandlung von Elektrizität das Beiprodukt Wärme entsteht. Computer, Fernseher oder Lampen sind dabei die Haupttäter, aber auch Trockner und Staubsauger erzeugen eine Menge Hitze, weshalb diese auch gemieden werden sollten.

 

Was kann ich in Fahrzeugen gegen Hitzeentwicklungen tun?

Maßnahmen wie die batterieraubende Klimaanlage, offene Fenster oder geöffnetes Verdeck kennen wir alle. Um allerdings morgens angenehme Temperaturen genügen meist simple Tipps. Auch hier sollte abends bzw. nachts oder früh morgens einmal für mehrere Minuten durchgelüftet werden. Ebenfalls kann ein Windschutzscheibenreflektor die direkte Sonneneinstrahlung und Hitzeentwicklung reduzieren (hier können einige Tipps der Kühlung von Wohnung und Haus übernommen werden). Tönungsfolien oder ein Sonnenschutz für Scheiben sind dabei insbesondere für Autos ohne Klimaanlage hilfreich. Gleichzeitig sind sie sehr effektiv und schützen besonders Kinder vor Sonnenbränden und Blendung.

Auch hier gilt erneut, dass sich dunkle Materialien schneller aufheizen als helle. So sollte in wärmeren Gebieten / Regionen vielleicht etwas mehr darauf geachtet werden, welche Farbe die Innenausstattung oder der Lack des Fahrzeuges besitzt. Dem durchgängigen Aufheizen kann außerdem durch einen schattigen Parkplatz entgegen gewirkt werden. Hierbei ist auch der Stand der Sonne zu beobachten.

 

Beliebte Sonnenschutzmittel gegen UV-Strahlen

Der Klassiker ist immer noch die altbekannte Sonnencreme (oder eben Sonnenmilch). Immer beliebter ist allerdings das Sonnenspray, welches die gleichen Eigenschaften besitzt, allerdings durch eine leichtere Bedienung hervorsticht. Durch das einfache Sprühen entfällt die lästige Überportionierung, die häufig bei der Sonnenmilch entstand.

Die wichtigste Rolle spielt hier der richtige Sonnenschutzfaktor. Eingeteilt sehen diese wie folgt aus:

  • Niedrig → 6, 10
  • Mittel → 15, 20, 25
  • Hoch → 30, 50
  • Sehr hoch → 50+

(Quelle: Wikipedia.de)

In Ländern, die hohe Sonneneinstrahlung erfahren, sollte ein entsprechend hoher Sonnenschutzfaktor gewählt werden. Allerdings ist dies nicht das einzige Kriterium, welches bedacht werden muss. Die Sonnen-Aufenthaltsdauer und dicke der Auftragung sind dabei ebenfalls wichtige Informationen.
Hinweis: Achten Sie bitte darauf, dass Sonnenschutzmittel nur eine gewisse Zeit wirken, weshalb ein regelmäßiges Eincremen nötig ist.

 

Wenn es bereits zu spät ist – was hilft gegen einen Sonnenbrand?

Zu erst einmal benötigt die Haut möglichst häufig nach einem Sonnenbad Produkte wie After Sun, denn selbst kurze Sonnenbäder können kleinste Schäden anrichten und die Haut austrocknen.

Bei kleineren Sonnenbränden empfehlen sich Salben oder Gels mit dem Wirkstoff Hydrocortison. Diese gibt es meist in niedrigeren Dosierungen rezeptfrei in der Apotheke. Auch können natürliche und entzündungshemmende Produkte mit Aloe-Vera oder Kamille verwendet werden. Unausweichlich ist der Arztbesuch, sollten zusätzlich Symptome wie Fieber oder Blasenbildung auftreten.

Die direkte Sonneneinstrahlung muss danach zwingend gemieden werden. Im Badeurlaub ist das Tragen von heller Kleidung (weiße T-Shirts z. B.), wie man es häufig am Strand in von Touristen besiedelten Regionen sieht, unabdingbar und schützt zusätzlich vor weiteren und schlimmeren Verbrennungen.

 

Beitragsfoto © viperagp – Fotolia.com

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