Dashcams – die Überwachungskamera für das Auto

Wofür brauche ich eine Dashcam?

abend-verkehrEine Dashcam ist lediglich eine Sicherheitsvorkehrung und kann in einigen Fällen, beispielsweise durch eine Dual Kamera, auch als Einparkhilfe genutzt werden. Doch der nützlichste Punkt einer Autokamera ist die Überwachung des Verkehrs und im Notfall die Aufnahme eines Unfalls. Sollte nämlich etwas passieren, muss zuerst die Polizei angerufen werden und am besten dabei noch nach Zeugen gesucht werden, die bereit wären auszusagen. Häufig kostet das alles viel Zeit, der Zeuge wird nicht gefunden oder hat keine Lust und / oder der Verursacher streitet alles ab.

Mit einem Kronzeugen, wie einer Dashcam, kann der ganze Hergang ohne großen Aufwand den zuständigen Beamten und Sachbearbeitern vorgespielt werden und die Schuldfrage ohne aufwendige Nachstellungen geklärt werden.

Was kostet eine Dashcam?

Dashcams werden von Jahr zu Jahr günstiger, da immer mehr Konkurrenz Produkte auf dem Markt kommen und somit den Preis drücken. Auch viele chinesische Hersteller werfen ein Auge auf den europäischen Markt, denn hochwertige technische Teile sind heutzutage um ein vielfaches günstiger als früher. In der Massenfertigung können da schon Preise rund um 50 - 100€ entstehen.

Dabei muss natürlich von einem geringen Funktionsumfang ausgegangen werden. Hochwertigere und voll ausgestattete Modelle fangen dann aufwärts von 100 bis ca. 200€ maximal an. Meist bekommt man für 150€ bereits ein sehr gutes Gerät, wobei alle nötigen Module bereits inbegriffen sind (GPS-, G- und Bewegungssensor etc.). Alle bisher getesteten Geräte in unserem Dashcam Vergleich sind in einem Preissegment von 70 - 180€ angesiedelt.

 

Zurück zum Menü ↑

Sind Überwachungskameras für das Auto verboten / was ist zu beachten?

strassenverkehr-mit-zwei-autosDashcams sind in Deutschland per se nicht verboten. Viel eher geht es bei dieser Diskussion darum, wie die Aufnahmen mit dem Datenschutz zusammengebracht werden können. Einerseits können sie helfen Unfälle schneller aufzuklären und damit viel Bürokratie ersparen, doch andererseits eben auch die persönlichen Rechte des Menschen verletzen. In Deutschland ist dies relativ schwer, denn der Datenschutz ist noch nicht an die moderne Technik angepasst, die wir in den letzten 10+ Jahren erleben durften. Internet & Co machen es Datenschützern schwer Gesetze zu entwerfen, da der Fortschritt so rasant ist, dass diese in kürzester Zeit wieder überflüssig sein könnten oder überarbeitet werden müssen.

Ob die Aufnahmen als Beweismittel geltend gemacht werden können, hängt von dem Bearbeiter ab, also meist dem zuständigen Gericht. Es gab bereits einige Fälle, wo die Videoaufnahmen einer Dashcam zugelassen wurden und so einen relativ einfachen Prozess ermöglichten. Leider gab es ebenfalls den gegenteiligen Fall – so wurde erst kürzlich ein Kläger, der Aufnahmen von seinem Unfall vorwies, vom Gericht abgewiesen.

Allerdings kam das Nürnberger Amtsgericht am 20.01.2015 zu einem Urteil, in dem die Aufnahmen einer Dashcam zugelassen waren und die Schuldfrage ganz klar dem Angeklagten zugewiesen werden konnte. Das Gericht argumentierte damit, dass “nur die Fahrzeuge, aber nicht die Insassen der Fahrzeuge [abgebildet seien] und nur Vorgänge erfasst [seien], die sich im öffentlichen Straßenverkehr [ereignet haben]”. (Quelle: Datenschutzbeauftragter-Info.de)

 

Zurück zum Menü ↑

Wo kann ich die Dashcam anbringen?

sicht-aus-dem-autoNormale Autokameras werden meist über eine Halterung (entweder Klebe- oder Saugnapfhalterung) an der Windschutzscheibe, also vorne über dem Armaturenbrett im Fahrzeug angebracht. Derzeit bringen viele Hersteller auch Erweiterungen auf den Markt, die eine Verbindung mit einer Rückfahrkamera ermöglichen, welche an der Rückscheibe befestigt wird. Diese kann wie der Name schon sagt auch als Rückfahrkamera genutzt werden, um in schwer erreichbare Lücken einzuparken.

Für die seitlichen Fenster sind uns noch keine Lösungen bekannt, denn das würde wieder zusätzliche Leistung benötigen und erhöhte Verlegung von Kabeln bedeuten. Derzeit müsste man also vier Kameras kaufen um alle Seiten des Autos zu überwachen.

Wer baut Dashcams ein / wo kann ich Video Kameras für das Auto einbauen lassen?

Heutige Dashcams sind extra so für die Masse ausgelegt, dass jeder das Gerät selber in wenigen Minuten im Kraftfahrzeug einbauen kann. Viele unserer getesteten Autokameras funktionieren direkt ohne Einrichtung, daher raten wir Ihnen das Geld für den Einbau zu sparen.

 

Zurück zum Menü ↑

Was ist die durchschnittliche Aufnahmedauer einer Autokamera?

befahrene-strasseDiese Frage ist schwer zu beantworten, denn in die Aufnahmedauer gehen viele Faktoren mit ein. Zuerst einmal wie hoch ist die Auflösung eingestellt, denn bereits Full HD benötigt selbst im Speicherplatz freundlichen h.264 Format einiges an Volumen. Noch schwieriger wird es, wenn die Auflösung höher ist –  QHD oder sogar UHD benötigen schon mindestens 64 GB oder 128 GB Speicherkarten, um ein wenig Zeit aufzunehmen.

Der zweite Faktor ist die Bildwiederholungsrate. Das menschliche Auge sieht Videos flüssig ab 25 Bildern die Sekunde (also ohne Ruckler), das bedeutet, je höher die Bildwiederholungsrate, desto flüssiger wirkt das Bild. Das wirkt sich allerdings auch auf den Speicher aus und könnte diesen schneller füllen.

Um dem vollen Speicherplatz entgegen zu wirken haben Autokameras generell eine Loopfunktion eingebaut, die, sobald das Volumen voll beschrieben ist, wieder von vorne anfangen und die alten Daten überschreiben. Wichtige Daten werden dabei natürlich als schreibgeschützt abgelegt. Man hat also letzten Endes einen “unendlichen” Speicher, der immer wieder von Neu anfängt, bis es nicht mehr geht.

Sei-Sicherer.de