Aktuell: Einbruchschutz – Zuschüsse und Förderungen durch die Bundesregierung

Aktualisiert am 29.03.2017: Gerade einmal ein Jahr ist dieser Beitrag alt und schon gibt es überarbeitete und positive Änderungen von Seiten der Bundesregierung und der Kfw. Der Fokus liegt auf der Senkung der Investitionskostengrenze für Eigenheimbesitzer, mit besonderem Blick auf Mieterinnen / Mieter. Innenminister Thomas de Maiziére möchte damit klare Schritte in die erhöhte Prävention von Einbrüchen gehen und die Wichtigkeit der förderfähigen Eigensicherung hervorheben. Wir haben für Sie in diesem Beitrag die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

 

Die wichtigsten Infos (aktualisiert für März 2017):

  • Förderfähig sind nun Investitionskosten ab 500€ (vorher 2000€).
  • Der Zuschuss beträgt 10% des Gesamtpreises. Minimal also 50€ (vorher 200€) und maximal 1.500€ können beantragt werden.
  • Zu den Förderungen zählen Alarmanlagen, Tür- (Panzerriegel / Profilzylinder / Sicherheitsschlösser) und Fenstersicherungen, Überwachungskameras, Türspione, Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder, einbruchshemmende Rollläden und einige weitere Schutzvorrichtungen, die der Broschüre entnommen werden können.
  • Sicherheitstüren werden ebenfalls ab der Widerstandsklasse RC2 gefördert. Achten Sie bei Türen auch auf deren energetische Werte, diese werden ebenfalls von der Kfw gefördert. Den Antrag können Sie hier finden.
  • Handwerker Leistungen werden ebenso gefördert – dies erfordert eine nachweisbare Durchführung eines Fachunternehmens.
  • Der Antrag auf Förderung kann Online über die KFW beantragt werden.

Wichtig: Der Antrag muss vor dem Vorhaben eingereicht werden.

 

Ursprungsmeldung: Am 19.11.2015 gab die Bundesregierung bekannt den privaten Einbruchschutz in Kooperation mit der Kfw Bankgruppe mit einer Summe von 30 Millionen Euro zu fördern. Dieser Entschluss ist eine Neuauflage und Verbesserung des alten Abkommens, mit Namen „Kriminalprävention durch Einbruchssicherung„, dessen Grundinvestitionskosten für Privatpersonen deutlich höher angesiedelt waren. Das neue Vorhaben ermöglicht nun auch Haushalten mit geringerem Budget diese Förderung, mit einem ebenfalls angehobenen prozentualen Zuschuss, zu nutzen. Kombiniert mit weiteren Förderungsprogrammen, wie z. B. dem altersgerechten Umbau oder dem energieeffizienten Sanieren, kann eine Menge Geld gespart werden.

 

Barrierereduzierung:

Die allgemeine Förderung der Barrierereduzierung kann mit der Förderung des Einbruchschutzes kombiniert werden. Mit ihr ist es möglich das Haus so umzubauen, dass die Sicherheit und der Komfort auch im Alter oder mit der Gründung einer Familie bestehen bleibt. Dazu zählen der Umbau von Bad und Küche, die Versetzung von Wänden, Schwellen und Treppen und der Bau von Terrassen und Balkonen.

  • 12,5% (vorher 10%) der Investitionskosten werden als Förderung zugeschossen.
  • Investitionskosten von maximal 6.250€ können als Zuschuss genehmigt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite.

 

Wir finden, dass dies ein guter Schritt ist, um den steigenden Einbruchszahlen entgegenzuwirken. Gerade wenn bereits Umbauvorhaben geplant sind, kann hier eine Menge Geld einspart werden. Dank der Kombinationsanträge für energetisches Sanieren und den altersgerechten Umbau können weitere Vorhaben mit Zuschüssen gefördert werden.

Die Förderungsgrenze sollte unserer Meinung nach noch etwas weiter nach unten geschraubt werden, da heutzutage bereits effektiver Einbruchschutz im niedrigen vierstelligen Bereich möglich ist. Leider wird auch überhaupt nicht auf die Größe des Eigenheims eingegangen, denn eine Wohnung braucht deutlich weniger Sicherungen als ein Haus, womit nur selten der Wert von 2000€ überschritten wird.

Alle wichtigen Informationen, Ansprechpartner und Formulare der Kfw Bankgruppe können Sie hier finden.

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