Eingebrochen! – was Sie tun sollten und was nicht

Sie kommen nach Hause und stellen fest: irgendetwas stimmt nicht. Das Kellerfenster ist offen, die Wohnungstür aufgebrochen und ihr Haushalt ist durchwühlt und beschädigt. Wenn Sie solche Zeichen vorfinden, müssen Sie nicht Sherlock Holmes sein um zu wissen – jemand Unbefugtes hat sich Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft. Bei Ihnen wurde eingebrochen.

Doch wissen Sie auch was zu tun ist, wenn Sie mit einer solchen Situation konfrontiert werden? Wir haben wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten nach einem Einbruch zusammengestellt – damit ihre Sicherheit gewährleistet ist, die Täter schnell gefasst werden und ihr Schaden ersetzt wird!

 

Spielen Sie nicht den Helden!

In Hollywood-Filmen sieht es immer recht einfach aus: der Mann kommt spät nachts nach der Arbeit nach Hause und sieht die Wohnungstür ist offen! Er drückt sich gegen die Wand, schaut kurz in den Flur und sieht wie ein Einbrecher den, seit Generationen vererbten, Familienschmuck in einen Kartoffelsack verstaut. Er schleicht sich in die Wohnung, schnappt sich einen Kerzenständer vom Beistelltisch und schlägt den Dieb zu Boden, der dann, nur wenige Minuten später, von der Polizei in Gewahrsam genommen wird.

Die Polizei empfiehlt das Gegenteil. Überschätzen sie nicht ihre Fähigkeiten – spielen Sie nicht den Helden. Sollten Sie einen Einbruch bemerken und sie haben den Verdacht, dass die unbefugte Person sich immer noch in ihren Räumlichkeiten befindet, betreten Sie nicht ihr Haus/Wohnung! Verständigen Sie umgehend die Polizei (Tel. 110), z.B. mit Handy, in einer Telefonzelle oder über das Telefon ihres Nachbarn. Suchen Sie einen sicheren Ort auf von dem Sie ihr Haus beobachten können und warten sie auf die Polizei.

 

Nicht anfassen!

Wenn Sie ihre Wohnung betreten haben und bemerken, dass ihr kompletter Hausrat durchwühlt und verteilt auf dem Boden liegt, vermeiden sie es Dinge zu berühren oder anzufassen. Sie befinden sich an einem Tatort, an dem möglicherweise Spuren des Einbrechers vorhanden sind, die durch die Polizei gesichert werden sollten. Haben Sie bereits Türklinken oder Gegenstände berührt, so merken oder schreiben sie sich diese auf.

 

Was fehlt?

Für die Zuordnung von aufgefundenem Diebesgut ist es für die Polizei wichtig, dass sie eine Liste der entwendeten Gegenstände anfertigen. Insbesondere Geräte- und Seriennummern oder sonstige einzigartige Kennzeichnungen sind hierbei von großer Bedeutung. Übergeben sie die Aufzählung sowohl an die Polizei als auch an ihre Versicherung.

Als Präventivmaßnahme eignet es sich, bereits vor dem Fall eines Einbruchs, eine solche Liste zu erstellen bzw. Kaufbelege und Gutachten (bei Schmuck z.B.) gesondert aufzubewahren. Darüber freut sich die Versicherung und letztendlich auch sie selbst.

 

Aussehen und Auffälligkeiten 

Zu allererst: die eigene Sicherheit geht immer vor! Materielle Dinge lassen sich ersetzen, ihre Gesundheit unter Umständen nicht. Sollten sie den Einbrecher gesehen haben, versuchen sie sich Aussehen und Auffälligkeiten (z.B. Narbe im Gesicht, Akzent etc.)  zu merken. Wenn der Kriminelle mit einem Auto flieht, prägen sie sich Kennzeichen und die Fluchtrichtung ein, soweit dies gefahrlos möglich ist! Geben Sie den Tätern die Möglichkeit zur Flucht und versperren sie diesen nicht den Weg!

 

Strafanzeige stellen

Damit die Diebe ihre gerechte Bestrafung erhalten, ist es wichtig, dass sie Strafanzeige stellen. Diese erfolgt in der Regel durch die Polizei am Tatort, schließlich müssen Spuren sichergestellt und Bilder gemacht werden. Ebenso erhalten sie eine Art Vorgangsnummer, die sie der Versicherung zu kommen lassen müssen.

Ein Sachbearbeiter der Polizei kümmert sich um den Fall, bis er schließlich der Staatsanwaltschaft übergeben wird. Wenn ihnen später noch weitere Dinge einfallen, die sie bei ihrer Aussage noch nicht genannt haben, so können sie dies schriftlich unter Angabe ihrer Vorgangsnummer tun.

 

Vor Einbrechern schützen

Es gibt viele Präventivmaßnahmen um Einbrechern den Zugang zu ihrem Heim deutlich zu erschweren und sie dadurch schon vorher abzuschrecken. Wir haben für sie bereits in früheren Beiträgen Hinweise zusammengestellt, die die Sicherheit ihres Haushaltes erhöhen – während ihrer Abwesenheit und allgemeine Tipps für sicheres Wohnen.

Beitragsfoto © bramgino – Fotolia.com

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