Funk oder drahtgebundene Alarmanlagen?

Der Beschluss ist gefallen, eine Alarmanlage soll angeschafft werden. Suchbegriffe wie „Alarmanlage kaufen“ oder „die beste Alarmanlage“ werden über bekannte Suchmaschinen eingegeben, welche auf die unterschiedlichsten Ergebnisse weiterleiten. Die Auswahl ist groß und nicht immer werden die Eigenschaften genau aufgelistet. Ein weiterer Blick über Online Shopping Plattformen liefert zahlreiche Alarmanlagen von bekannten Marken wie Abus, ISmartAlarm oder Lupusec – doch diese sind fast alle über Funk bzw. Internet gesteuert. Da stellt sich doch erst einmal die Frage: „Sind Funkalarmanlagen überhaupt wirklich sicher?“.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Funk und draht- bzw. kabelgebundenen Alarmanlagen vorstellen und probieren den Mythos „Alles was über Funk erreichbar ist kann durch Hacker in wenigen Minuten gehackt werden“ zu erläutern.

 

Vor- und Nachteile: Der schnelle Überblick

Funkalarmanlagen

Vorteile:
  • kein lästiges Verlegen von Kabeln
  • Steuerung und Benachrichtigung von fast überall auf der Welt
  • einfache Integrierung von zusätzlichen Meldern

Nachteile:
  • Anfällig für Sicherheitslücken
  • Melder werden mit Batterien betrieben
  • Störungen des Signals können vorkommen

Kabelgebundene Alarmanlagen

Vorteile:
  • Von außen kein Zugriff auf die Alarmanlage
  • Gesicherte Stromversorgung über Kabel
  • Kaum Wartungen nötig

Nachteile:
  • Aufwändige Montage und Installation
  • Erweiterung mit mehr Aufwand verbunden

 

Mythos: Funk ist unsicher

hacker programmiercodeImmer wieder sieht man in den Medien wie gut ausgebildete IT’ler (auch Hacker genannt), meist in schwarzer Motorradmaske eingehüllt und in einem schlecht ausgeleuchteten Minivan, durch die Ausführung von Programmiercode in einer DOS-Konsole, innerhalb von nur wenigen Sekunden WLAN-Zugänge hacken. Klar macht so etwas stutzig, denn wenn das passiert, wird meist großer Schaden angerichtet.

So dubios und einfach wie es in den Berichten dargestellt wird ist es allerdings in Wirklichkeit nicht, denn solange der heimische WLAN-Router über WPA2 verschlüsselt und mit einem anständigen Passwort versehen ist, haben unbefugte nur geringe Chancen in das Netzwerk einzudringen (die Lupusec XT2 bietet z. B. eine besonders sichere 256Bit SSL Verschlüsselung). Es kommt natürlich auch immer noch auf einige andere Faktoren (Viren, Trojaner, Schadsoftware etc.) drauf an, aber generell ist es schwer ohne Erlaubnis in ein geschütztes Netzwerk zu gelangen.

Der einzige Fall, in dem Funk unsicher ist, ist wenn die Software Sicherheitslücken aufweist, denn es ist nahezu unmöglich in einem großen Programmcode alle Sicherheitslücken auszumerzen. In diesem Fall sollte der Hersteller so schnell wie möglich ein Software-Update zur Verfügung stellen. Andernfalls sollte es nur schwer möglich sein eine Funkalarmanlage auszuhebeln.

 

Beispiele für Funkalarmanlagen

Die Hersteller Lupusec, Blaupunkt und ABUS sind Marktführer in deutschen Online-Shopping Plattformen. Alle besitzen hervorzuhebende Eigenschaften und werden von uns für die private und gewerbliche Nutzung empfohlen.

 

Beispiele für drahtgebundene Alarmanlagen

Auch hier bieten ABUS mit ihrer Terxon SX Alarmanlage eine hervorragende Alternative zu Funkalarmanlagen. Allerdings bietet auch ELV ein attraktives Sparangebot der SELVAG AC-8, einer 8 Zonen drahtgebundenen Alarmanlage an.

 

Vor dem Kauf

Funkalarmanlagen sind nicht so unsicher, wie immer suggeriert wird. Besonders wenn die Verbindungen über eine verschlüsselte Adresse laufen und ein starkes Passwort (8 – 12 Zeichen / Sonderzeichen / Ziffern) vergeben wird, ist der Zugriff nur schwer möglich. Im Endeffekt sind beide Varianten gleich stark im Erspüren von Einbrüchen in die Privatsphäre.

Die einzigen großen und nennenswerten Unterschiede und Vor- und Nachteile sind bei der Installation, Montage und der Erweiterung durch zusätzliche Melder zu sehen. Diese Punkte sind nämlich zuerst einmal bei Funkalarmanlagen leichter zu bewerkstelligen, dafür müssen aber die Batterien nach einiger Zeit ausgewechselt werden. Bei stationären, mit Kabel verbundenen Alarmanlagen besteht dieses Problem nicht, denn alle Melder werden mit einem Stromkabel angeschlossen.

Man sich also folgende Gedanken machen:

  • Möchte ich den Status regelmäßig über das Internet abfragen können? -> Funkalarmanlage
  • Soll die Montage einfach sein? Kann ich die Alarmanlage mühelos erweitern? -> Funkalarmanlage
  • Möchte ich die Wartung möglichst gering halten? -> Drahtgebundene Alarmanlage
  • Möchte ich die geringe Chance von Sicherheitslücken riskieren? -> Drahtgebundene Alarmanlage

 

Wussten Sie, dass Alarmanlagen von der Bundesregierung und der KFW gefördert werden? Schauen Sie dazu gerne in unserem Artikel über die Förderung vorbei.

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