Glossar

Der Glossar-Bereich dient dem Erklären einiger signifikanter Begriffe aus der Welt des Sicherheits- und Elektronikbereichs. Sollte Ihnen ein Begriff aus einem unserer Artikel nicht bekannt sein, ist er mit großer Sicherheit hier gelistet und erklärt.


Endgerät

Die Informations- und Telekommunikationstechnik versteht unter dem Begriff „Endgerät“ ein Gerät, welcher mithilfe eines Netzanschlusses mit einem privaten oder öffentlichen Telekommunikationsnetz verbunden ist. Dazu zählen direkte optische und elektrische Leitungen sowie Funk-Verbindungen.

Beispiele hierfür sind: Smartphone, Computer, Telefon.


Router

Ein Router ist ein Netzwerkgerät, welches schlichtweg gesagt, Ihr Heimnetzwerk mit dem Internet verbindet. Ähnlich einem Switch bekommt der Router alle Datenpakete aus dem LAN, jedoch mit dem großen Unterschied, dass dieser die Datenpakete ebenfalls, mithilfe von Übertragungsstandards (DSL, ISDN etc.)  an den Internet Service Provider (ISP) weiterleiten kann.


DVR Gerät

Ein Digital Video Recorder System (digitaler Videorekorder) zeichnet ein Fernsehsignal entweder digital oder analog (das Signal wird digitalisiert) auf und gibt dieses auch wieder. Dabei unterscheidet man zwischen DVR Geräten mit einem ein- oder auswechselbaren Speicher.


FTP

FTP („File Transfer Protocol“, zu Deutsch „Dateitransfer Protokoll“) ist ein Internetprotokoll, welches zur Übertragung von Daten über unterschiedliche Netzwerke genutzt wird. Es sorgt dafür, dass man Bilder, Videos und Daten auf einen Webserver hochladen und strukturiert, mithilfe eines Verzeichnis Managements, drauf zu greifen, kann.


SMTP

SMTP („Simple Mail Transfer Protocol“, zu Deutsch „Einfaches E-Mail Transferprotokoll) dient dem Transfer von E-Mails und gehört zur Kategorie der Internetprotokolle.


Repeater

Ein Repeater ist in der Kommunikationselektronik ein Gerät, welches elektrische und optische Signale aufbereitet und verstärkt. Zusätzlich wird das Signal auf Störungen untersucht und anschließend neu codiert und moduliert weitergeschickt.

Beispiel: Ein Router sendet ein WLAN Signal 10 Meter weit. Der Repeater verstärkt dieses Signal im Abstand von 8-10 Metern und ermöglicht damit eine erhöhte WLAN Reichweite (abhängig vom Repeater), die über die 10 Meter Reicheweite des Routers hinausgeht.


DDNS

Das „Dynamische Domain Namen System“ wird dazu verwendet um bei Rechnern nach einem IP-Adressen Wechsel den dazugehörigen Domain Namen dynamisch anzupassen.

Ein Beispiel verdeutlicht dieses Prinzip: Ein Server (benutzt von großen Firmen) bekommt in den meisten Fällen eine feste IP-Adresse zugewiesen. Dieser muss seinen Domaineintrag somit nicht oder nur sehr selten anpassen, da der DNS-Server die Domain immer mit der selben IP-Adresse in Verbindung bringt.

Ein Computer bekommt jedoch ständig neue IP-Adressen zugewiesen (standardgemäß erzwungen durch den Internet Service Provider) und wird somit von dem DNS Server auf eine veraltete IP-Adresse, die sich in dessen Speicher befindet, übergeleitet, was zu einem Fehler führt. Durch das DDNS Verfahren passt sich dieser Domaineintrag je nach IP-Adresse dynamisch an und die Domain wird mit der richtigen IP-Adresse aufgelöst.


NAS System

Ein NAS System („Network Attached Storage“) ist ein am Netzwerk angeschlossener Speicher, der mithilfe von speziellen Netzwerkprotokollen Daten speichert. Dieser funktioniert autonom, also ohne Gebrauch von zusätzlichen Computern oder Servern. Darauf zugreifen kann jedes im Netzwerk integrierte Gerät.


NVR System

Ein NVR („Network Video Recorder“, zu Deutsch „Netzwerk Video Rekorder“) nimmt digitale Videoströme über das Netzwerk auf. Diese werden mithilfe von Internetprotokollen über die IP-Adresse empfangen. Somit ist das NVR im Gegensatz zum DVR standortunabhängig.


WEP, WPA, WPA2

WEP, WPA und WPA2 sind die drei gängigen Verschlüsselungsarten für WLAN Verbindungen. WEP („Wired Equivalent Privacy“) ist dabei die Älteste und damit auch die mit den meisten Schwachstellen. Sie wird heut zutage nur noch in sehr seltenen Fällen genutzt und gilt als unsicher. WPA („Wi-Fi Protected Access“) ist ein Vorstadium des heutigen Standards WPA2. Es wurde auf die Schnelle eingeführt um WEP abzulösen, da es erhebliche Mängel enthielt und sich die Beschließung des aktuellen Sicherheitsstandards IEEE 802.11i (WPA2) verzögerte. Die sicherste Verschlüsselung ist somit WPA2.


PoE

PoE bedeutet „Power over Ethernet“, zu Deutsch etwa „Strom über das Netzwerk“ und ist ein Verfahren um Endgeräte mithilfe eines Ethernet Kabels über das Heimnetzwerk mit Strom zu versorgen. Dazu werden bestimmte Steckdosen Netzteile oder sogenannte PoE Injektoren, die mit dem Stromnetz verbunden sind, über ein Ethernet Anschluss mit dem Netzwerk verbunden. Der große Vorteil besteht somit darin, dass der Stromanschluss entfällt.


Peer-to-Peer

Peer-to-Peer erschafft ein virtuelles Netzwerk zwischen gleichberechtigten Computern, wodurch es ermöglicht wird, dass die Datenverteilung, die üblicherweise über Server gesteuert wird, mithilfe von Computern weiterverbreitet wird.

Ein Beispiel dazu:Wir beziehen  die meisten Daten, die wir durch das Internet bekommen von einem Webserver. Bei dem Peer-to-Peer Verfahren bezieht ein Computer die Daten ebenfalls von dem Server, stellt die heruntergeladenen Daten aber gleichzeitig von seinem System auch noch für andere Computer zur Verfügung (ein gleichzeitiger Upload). Somit wird die Auslastung des Servers gemindert und es kann trotzdem jeder auf die Daten zugreifen.


GSM

GSM ist ein festgelegter Standard für Mobilfunk Verbindungen und steht für „Global System for Mobile Communication“, was so viel bedeutet wie „Globales System für mobile Kommunikation“. Es trägt dazu bei Datenpakete, Telefonie und SMS zu übertragen und wird heutzutage von dem D- und E-Netz als Grundlage benutzt.


DECT-Übertragungsverfahren

Das „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“ Übertragungsverfahren ist ein Standardverfahren der Telekommunikation mittels Funktechnik und wird heutzutage am häufigsten von schnurlosen Telefonen verwendet. Es ermöglicht eine Übertragungsreichweite von ungefähr 300 Metern im Freien und ca. 30-50 Metern in Innenräumen. Die wichtigste Eigenschaft ist jedoch, dass ein Frequenzbereich unter 2,4 GHz (in Europa standardgemäß 1880 – 1900 MHz) genutzt wird, damit Gesprächsqualität nicht durch WLAN oder Bluetooth gestört oder gar unterbrochen wird.

Die häufigsten Geräte, die dieses Verfahren nutzen sind Funk-Telefone und Babyphone.


DLNA

Die DLNA Zertifizierung steht für einen internationalen Zusammenschluss großer Firmen der Computer, Mobiltelefonie, Fernseher und Unterhaltungselektronik Bereiche, mit dem Ziel eine herstellerunabhängige Kommunikation zwischen Mediengeräten zu ermöglichen.

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