Im Gespräch mit: Christian Glaser | Glatech GmbH

Alarmanlagen bieten aufgrund des aufstrebenden Smarthome-Trends eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten – dadurch werden diese aber auch immer komplexer. Warum der Einbau einer Alarmanlage sinnvoll ist und warum diese von einem Profi eingebaut werden sollte, erklärt uns ein Profi selbst: Christian Glaser, Geschäftsführer der Glatech GmbH. Im Interview erzählt er uns außerdem, warum ein Einbruch nicht nur den Verlust von Vermögenswerten bedeutet und weshalb Deutschland bei der Anzahl installierter Alarmanlagen zum Schlusslicht gehört.

Bitte stellen Sie sich und Ihr Unternehmen vor.

Die Glatech GmbH installiert und vertreibt Alarmanlagen und Sicherheitstechnik in privaten und gewerblichen Objekten in Oberbayern. Weitere Bereiche sind Medizintechnik mit Defibrillatoren und Tätigkeiten im medizinischen Notfalldienst.

Mein Name ist Christian Glaser. Seit 2005 installiere ich mit meinem Team erstklassige Alarmanlagen. Bis jetzt waren es gut über 1000 Alarmanlagen in den unterschiedlichsten Gebäuden.

Ich lege großen Wert darauf, ein Alarm-System anzubieten, das zu den Bedürfnissen und Wünschen, sowie zum Budget des Kunden passt. Unsere Kunden profitieren von einer einzigartigen Art und Weise der Einweisung zur Bedienung der Alarmanlage. Dieser Service ist so wichtig, weil die Anlage danach sicher bedient werden kann. Das bedeutet: keine Fehlalarme durch Fehlbedienung. Interessenten können uns schnell und unkompliziert anrufen – nach ein paar Fragen, erstellen wir zeitnah ein schriftliches, unverbindliches Angebot.

 

Welche typischen Probleme treten beim Einbau von Alarmanlagen auf? Warum ist der Einbau durch einen Profi sinnvoll?

ueberwachungskamerasDer nachträgliche Einbau von verkabelten Alarmanlagen ist sehr aufwendig und arbeitsintensiv, verbunden mit Umständen, Schmutz etc. Der Einbau von Funkalarmanlagen ist vergleichsweise unproblematisch. Dabei gilt es für einen sauberen und handwerklich richtigen Einbau zu sorgen. Das erfordert Handwerker mit Erfahrung und Geschick, was von Alarmanlagen-Herstellern oftmals durch Marketing, dass der Do-it-yourself Einbau kinderleicht sei, geflissentlich außer Betracht gelassen wird.

Darüber hinaus sind hochmoderne Alarmsysteme durch die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikationstechnik wie Funk, W-LAN, Internet Protokolle etc. alles andere als einfach, zumindest für die technisch nicht versierten Hausbesitzer. Smarthome ist in aller Munde, jedoch birgt es auch Gefahren, die sich Hacker zu Nutze machen können, wenn die Sicherheitsvorkehrungen nicht beachtet werden.

 

Wie hat sich die Nachfrage nach Einbruchschutz seit 2003 entwickelt? Welche Gründe hat dies Ihrer Meinung nach?

haus-vorder-ansichtWenngleich eine Steigerung der Nachfrage für Einbruchschutz zu verzeichnen ist, ist die Nachfrage noch immer nicht hoch genug, um in der Mehrzahl der Objekte wirksam gegen Einbruch vorzusorgen. Stammtischweisheiten, dass es einen nicht treffen wird, weil angeblich nichts zu holen ist, oder Einbrecher sich immer Zutritt verschaffen, wenn sie es denn wollen, herrschen oftmals noch immer vor.

Wärmeschutz von Fenstern und Türen, optische Vorlieben und der Freiheitsgedanke, dass man sich mit einbruchshemmenden Maßnahmen nicht einschränken lassen möchte, sind in der Priorität höher angesetzt als der präventive Einbruchschutz. Und wenn alle Stricke reißen, ist man ja gut versichert – glauben zumindest viele zu wissen. Die etwaige Störung des guten Gefühls der Geborgenheit der eigenen vier Wände durch einen Einbruch, wird einfach ausgeblendet. Ein Einbruch bedeutet oftmals auch ein Einbruch in die Seele und das ist nicht versicherbar. Und gerade darunter leiden sehr viele Einbruchsopfer. Oft Ihr Leben lang.

 

Spüren Sie Auswirkungen bei der Nachfrage durch das Förderprogramm der KfW oder nach Veröffentlichung von Kriminalstatistiken?

In den Jahren 2015/2016, am Höhepunkt der Flüchtlings-Problematik, gab es eine etwas erhöhte Nachfrage, die derzeit wieder zu sinken scheint.

 

Ist der Einbau einer Alarmanlage immer sinnvoll?

Auf jeden Fall. Bundesbürger sind gegen alle möglichen Risiken oft mehrfach versichert, aber dem präventiven Einbruchschutz wird eher wenig Bedeutung und Bereitschaft zugemessen.

Das ist der wichtigste Nutzen der Alarmanlage:
smartphone-nachrichtEinbrecher werden
durch lautstarken Sirenenlärm in die Flucht geschlagenbevor sie in das Objekt eindringen. So lange eine Sirene läutet dringt in der Regel kein Täter in das Objekt und das ist der entscheidende Zeit-Vorteil: Sie bekommen eine SMS/Anruf auf Ihr Handy oder Wachdienst und können z.B. die Polizei anrufen. Nachts wiederum, wenn Sie schlafen, werden Sie bei einem Einbruchsversuch durch die Sirene alarmiert, bevor der Täter Sie beim Schlaf überrascht. Darüber hinaus vereiteln Sie auch mögliche Sabotage-Akte von Einbrechern.

Es gibt wenige Dinge, deren Wichtigkeit so verkannt wird, wie die Notwendigkeit sein Eigentum zu schützen. Tatenlos verdrängen die meisten Hausbesitzer die Folgen eines möglichen Einbruchs.

 

Welche Sicherheitstechnik nutzen Sie privat?

Alarmanlage, Einnebelungsanlage und einbruchshemmende Fenster und Türen analog erhöhter Widerstandsklasse gegen Einbruch.

 

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung im Bereich Sicherheitselektronik?

So lange die, unserer Ansicht nach, nicht mehr zeitgemäßen VdS-Vorgaben und für den Durchschnittsverdiener unerschwinglichen VdS-Alarmanlagen von Kripo und Versicherern favorisiert werden, wird sich die Bereitschaft zu mehr Alarmanlagen nicht einstellen. Nicht umsonst gibt es in der Bundesrepublik Deutschland und Österreich vergleichsweise wenige Alarmanlagen verglichen mit Frankreich, England und Spanien.

 

Vielen Dank für das Interview.

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