PREIS/LEISTUNG

HiKam A7 (2. Generation) – Günstige Außenüberwachung 2018

Einer der Bestseller für Überwachungskameras auf dem deutschen Markt hat eine Überarbeitung bekommen: die Rede ist von der HiKam A7 von High Infinity. Neben Produkten für den Innenbereich wie der HiKam Q7, der HiKam S5-mini oder der neu aufgelegten HiKam S6 ist sie das aktuell einzige Produkt des Herstellers für den Außenbereich.

Für uns ist besonders interessant, wie sich die verbesserte Auflösung im Gegensatz zu dem Vorgängermodell schlägt. Wir haben uns die neue Kamera angeschaut und in unserem HiKam A7 Test (2. Generation) bewertet.

Was hat sich mit der 2. Generation geändert?

  • die Auflösung beträgt nun 960P (1280 x 960 Pixel) statt vorher 720P (1280 x 720 Pixel)
  • die Personendetektion wurde eingeführt – diese soll Fehlalarme durch Bewegungsdetektion auf ein Minimum reduzieren
  • die Feststellschraube zur Arretierung der Kamerausrichtung wurde verbessert
  • das Stromkabel an der Kamera wurde länger gemacht

Lieferumfang – was ist bei der HiKam A7 dabei?

HiKam-A7-Uebersichtsbild

  • eine HiKam A7 Kamera für den Außenbereich
  • ein ca. 3 Meter langes Netzteil
  • zwei Antennen für die WLAN und 433 MHz Verbindung
  • eine Metallplatte zur Vormontage inklusive Bohrschablone und Schrauben
  • Dübel und Befestigungsschrauben
  • ein Inbusschlüssel zum Justieren und Ausrichten
  • eine Verschlusskappe und Dichtungen für die Anschlüsse
  • eine Support- und Garantiekarte, Kurzanleitungen auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch

Unterstützte Betriebssysteme sind: Windows, MacOS, Android und iOS

Empfohlene Speicherkarte

Hinweis: In dem Lieferumfang ist keine Speichkarte enthalten. Die HiKam A7 unterstützt Micro SD-Speicherkarten mit bis zu 128 GB Speicher. Die optimale Ergänzung ist hier die 64 oder 128 GB Speicherkarte von Samsung.

HiKam-A7-Lieferumfang

HiKam A7 (2.Generation)

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Zuletzt aktualisiert am: 16. Juli 2018 12:44
99,00

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Installation und Montage – APP und Desktop Integration

Bevor Sie mit der Montage anfangen, empfehlen wir zunächst einmal die Einrichtung der Kamera. Wir haben die besten Erfahrungen gemacht, wenn die Kamera möglichst nah an dem WLAN Router an das Stromnetz angeschlossen wird. Dabei sollten direkt die Antennen an die entsprechenden Punkte angeschraubt werden. Die HiKam A7 hat jeweils einen Anschluss für eine 433 MHz Antenne und eine Wifi Antenne.

HiKam-A7-Antennen

Wir empfehlen den Betrieb über die Smartphone App, denn diese ist erstaunlich einfach gelöst. Die Integration in die Desktop Software erklären wir etwas weiter unten in diesem Artikel. Die Smartphone App gibt es derweil für iOS und Android Systeme im entsprechenden App Store.

Nach dem Öffnen gehen wir oben rechts auf das Plus Symbol um eine neue Kamera hinzuzufügen. Die beliebteste und schnellste Methode hierfür ist die AirLink Funktion. Hierfür sollte sich das mobile Endgerät im selbigen WLAN des Netzwerkes befinden. Nachdem die Kamera dann mit Strom versorgt wird, geben wir das WLAN-Passwort im Installationsmanager ein. Die App sucht nun nach einer HiKam Kamera im Netzwerk, um diese mit dem Passwort auszurüsten. Nach wenigen Sekunden sollte dies bestätigt werden und die Überwachungskamera in der Übersicht aufgelistet werden.

HiKam-APP-verwaltete-Geraete
HiKam-A7-Kamera-hinzufuegen-App
HiKam-A7-per-Airlink-einrichten
HiKam-A7-Airlink-Progress

Sollte diese Methode bei Ihnen fehlschlagen empfehlen wir den AP-Modus auszuprobieren. Hierzu versetzen wir die HiKam A7 durch einen ca. 10 sekündigen Druck auf den Reset-Schalter in den eben genannten AP-Modus. Dieser sorgt dafür, dass wir uns über WLAN mit der Kamera verbinden und die entsprechenden Einstellungen für das Heimnetzwerk direkt auf der Kamera vornehmen können. Wir zwingen die Kamera hiermit sozusagen die Einstellungen für das WLAN Netzwerk zu übernehmen. Im Anschluss daran startet die HiKam Kamera neu und erscheint in der App.

HiKam-A7-Test-AP-Modus
HiKam-A7-Test-Firmware-Update
HiKam-APP-verwaltete-Geraete
HiKam-Konto-Einstellungen

Möchte man sich das Livebild über den Computer anschauen, benötigt es die neuste Software von HiKam – diese laden wir uns über die offizielle Webseite des Herstellers. Der erste Login bei dem Programm lautet für den Benutzernamen „admin“ und für das Passwort ebenfalls „admin“. Anschließend klicken wir auf das kleine Plus auf der linken Seite. Dies führt dazu, dass das Programm in dem Netzwerk nach ONVIF-Geräten sucht und damit auch die HiKam A7 findet. Wir wählen die Kamera aus und klicken auf „Hinzufügen“. Die Kamera sollte nun bereits ein Livebild senden. Leider ist es nicht möglich weitreichende Konfigurationen vorzunehmen, womit die Software eigentlich nur für das Anschauen von Videomaterial gut ist.

HiKam-A7-Einrichtung-ueber-den-Computer

Sobald die Einrichtung abgeschlossen wurde geht es direkt an die Montage. Über die beigelegte Bohrvorlage kann die Überwachungskamera zielgerichtet angebracht werden. Wir empfehlen hierfür allerdings die Verwendung der Montagehalterung, welche über 2 – 3 Schrauben in der Mitte befestigt wird. Anschließend kann die Kamera aufgesetzt und besser ausgerichtet werden – hierfür werden die drei im Lieferumfang enthaltenen Schrauben benötigt. In unserem Test haben wir die HiKam A7 kopfüber montiert und im Anschluss in den Einstellungen das Bild gedreht.

Hinweis: Sollten Sie bereits Geräte von HiKam besitzen und in die App integriert haben, wird Ihnen beim Start der App, sobald die Kamera mit dem Ethernet und Strom verbunden ist, automatisch ein neues Gerät angezeigt.

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Wechsel der Speicherkarte – einfach in zwei Schritten

Wir haben bereits einige Überwachungskameras getestet und stellen immer wieder fest, dass einige Modelle sehr unpraktische micro SD Karten Halter besitzen. Meist muss die gesamte Technik angegangen werden, um den Speicherplatz auszutauschen. Bei der HiKam A7 ist das anders, denn diese hat einen leicht erreichbaren Schacht zum Wechseln der Speicherkarte. Dieser sitzt direkt unterhalb der Kamera und ist mit zwei Schrauben und einem Dichtungsgummi befestigt.

HiKam-A7-Test-SD-Karte-Schlitz

Nachdem die Befestigung mit einem Kreuzschlitz Schraubedreher geöffnet wurde, kann die micro SD-Karte ganz einfach per Drückmechanismus eingeführt werden. Achten Sie beim Schließen unbedingt darauf, dass das Dichtungsgummi am richtigen Platz ist, ansonsten könnte Wasser oder Staub die Kamera beschädigen.

HiKam-A7-Test-Aufgeschraubt


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Funktionsumfang – was kann die Überwachungskamera?

Die Kamera ist dank der IP66 Schutzart gegen starkes Strahlwasser und dem Eindringen von Staub geschützt. Zwei abschraubbare Antennen ermöglichen den Betrieb über WLAN und gleichzeitig die Einbindung mehrerer PIR-Sensoren. Auch hier ist der Betrieb per P2P (Peer-to-Peer) gelöst, weshalb keine zusätzlichen Portweiterleitungen oder DDNS-Services benötigt werden.

Für Sparfüchse ist besonders der Stromverbrauch interssant. Dieser liegt laut Hersteller zwischen 3 und 8 Watt (je nach Einsatz). Unsere Messungen ergeben sogar ein besseres Ergebnis. Tagsüber wies der Wert gerade einmal 2,0 Watt auf. Sobald die Infrarot LEDs in der Dämmerung angeschaltet wurden, stieg der Wert auf 3,2 Watt. Das ist ein Spitzenwert unter Überwachungskameras.
HiKam-A7-Stromverbrauch

Bewegungs- und Personendetektion

Nach den Beschwerden über die Bewegungserkennung der alten Generation, führt HiKam in einer seiner Aktualisierungen die Personendetektion ein. Diese soll unabhängig von der Bewegungsdetektion, die bei sämtlichen Regungen einen Alarm auslöst, nur auf Bewegungen von Personen achten und andere Sachen wie Autos, Haustiere oder Pflanzen ignorieren. Dabei kann diese Option nur an- oder ausgestellt werden, einen Empfindlichkeitsregler gibt es nur bei der Bewegungsdetektion.

In der Praxis hört sich das schon ein wenig merkwürdig an, denn in der Beschreibung steht nicht dabei, wie die Überwachungskamera Menschen von anderen Sachen unterscheidet, welcher Mechanismus oder welche softwarebasierte Lösung dafür zuständig ist. Daher ist es für uns ein wenig schwer die Funktionsweise dahinter zu bewerten.

HiKam-A7-Test-Infrarot-LEDs

Die maximale Reichweite wird in der APP auf ca. 10 Meter angegeben – das ist wichtig für unseren Test, denn in den Aufnahmen haben wir auch Entfernungen von über 20 Metern. Wir unterscheiden also auch hier wieder zwischen den Aufnahmen im Eingangsbereich und den Fernaufnahmen.

In unserem Test haben wir beide Funktionen ausprobiert und müssen zugeben, dass es dort noch Verbesserungsbedarf gibt. Beide sind unserer Auffassung nach softwarebasierte Lösungen und leider sind diese heutzutage immer noch fehleranfällig. Daher gehen einige Hersteller mittlerweile den Weg und bauen zusätzlich dazu auch einen Hardware Bewegungsmelder, einen sogenannten PIR-Melder (reagiert auf veränderte Wärmestrahlung) ein, der in Kombination mit der softwareseitigen Lösung bisher die besten Ergebnisse erzielt.

Auf großer Distanz und Höhe bringt leider die Personendetektion relativ wenig, mal löst die Kamera aus und mal nicht. Da hatten wir bessere Erfolge mit der Bewegungsdetektion, bei der ein wenig an der Sensibilität gespielt werden muss. Allerdings fehlerfrei war diese auch nicht. Auf kleine Distanz wie eigentlich auch in der Beschreibung vorgesehen sieht das schon wieder ganz anders aus. Die Personendetektion funktioniert hier zuverlässiger und sollte der Bewegungsdetektion vorgezogen werden. Doch völlig frei von Fehlern ist diese auch nicht, womit auch da wieder einige Fehlalarme registriert wurden.

Wir empfehlen daher die Hinzunahme des PIR-Melders, der drahtlos über die 433 MHz Frequenz mit der Kamera gekoppelt werden kann. Dieser löst dann letzten Endes auch nur aus, wenn eine Wärmequelle registriert wird.

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Alarm Benachrichtigungen

Der Alarm löst aus – aber wie erhalte ich diese Information? Dafür gibt es bei HiKam standardmäßig einige Benachrichtigungsmethoden. Die erste und wohl wichtigste ist die der Push-Nachricht direkt auf das Smartphone oder Tablet. Auf diese Nachricht kann sofort reagiert werden, denn mit einem Klick kann direkt das Livebild abgerufen werden und nach dem Rechten geschaut werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Benachrichtigung per E-Mail, an eine hinterlegte Adresse. Dabei verschickt die HiKam beim Auslösen eines Alarms innerhalb weniger Sekunden eine Warnmeldung mit einem Schnappschuss des Verursachers. Sobald ein Alarm ausgelöst wird, wird außerdem die Aufnahme auf der Micro SD Karte gespeichert.

Integration per ONVIF

Bereits am Anfang dieses Artikels haben wir die Unterstützung des ONVIF Protokolls kurz angerissen. Diese ist nicht nur gut, um die Kamera im Netzwerk zu finden, sondern eben auch als Integration in ein bereits bestehendes Überwachungssystem (z. B. von Synology oder QNAP). Das Protokoll ermöglicht das einfache Auffinden und die Identifikation im Netzwerk, womit selbst  Systeme anderer Hersteller die Kamera erkennen und unabhängig der Konfiguration eine Einbindung ermöglichen.

Einfach gesagt werden alle nötigen Daten, z. B. zum Aufbau eines Livestreams, Ablage der Videodateien und Netzwerk-Adressen auf einen Hieb mit dem zuständigen System ausgetauscht.

Zubehör

Bewegungssensor

Externer PIR-Sensor, der über die 433 MHz Frequenz mit der HiKam A7 verbunden wird.

Verlängerungskabel

3-Meter-Verlängerungskabel für die HiKam A7.


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Bildqualität – was bietet die 2. Generation?

Die zweite Generation bietet neben der verbesserten Auflösung (von 720P auf 960P erhöht) auch einen größeren Blickwinkel. Mit 80° Grad statt 75° Grad ist dieser zwar nur um 5° Grad größer, doch das macht sich dies in einigen Situationen bemerkbar. Weiterhin sorgt der automatische Weißabgleich auch an sehr hellen Tagen für optimal belichtete Aufnahmen. Ein Infrarot-Cutfilter ist ebenfalls mit eingebaut, der tagsüber das Bild frei von störenden IR-Strahlen hält. Aufgenommene Videos und Bilder werden auf die Speicherkarte (Nicht im Lieferumfang!) im h.264 und JPG Format gespeichert.

Nachtaufnahmen werden durch 24 eigenständige Infrarot LEDs ermöglicht. Ein eingebauter Helligkeitssensor misst dabei ständig die Helligkeitsunterschiede und schaltet bei anstehender Dämmerung automatisch in den Nachtsichtmodus.

HiKam-A7-Eingangsbereich-Tagesaufnahmen
HiKam-A7-Eingangsbereich-Nachtaufnahmen

Wir haben die HiKam A7 an zwei unterschiedlichen Orten getestet. Einmal im Eingangsbereich, also eher auf kurze Distanz und einmal weiter oben für Fernaufnahmen. Unsere Bewertung des Bildes finden Sie unten in dem Artikel, unter dem Menüpunkt „Testergebnisse der HiKam A7 (2. Generation)“.

HiKam-A7-Fernaufnahmen-Tag
HiKam-A7-Fernaufnahmen-Nacht
Sie sind auf der Suche nach der besten Videokamera für den Außenbereich? Wir haben die besten Überwachungskameras getestet und bewertet.

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Testergebnisse der HiKam A7

Inbetriebnahme – 7,5 / 10

Inbetrebnahme: 6,5 / 10 Punkte
65 %

Typisch HiKam ist die Inbetriebnahme gut und schnell abgewickelt – und ist ähnlich der Einrichtung von Vorgängermodellen. Dazu möchten wir klarstellen, dass wir strikt danach schauen, dass die Inbetriebnahme für Jeden möglich ist –  das bedeutet auch für Personen die nicht technik-affin sind oder sich erst seit kurzem mit dem Thema Überwachung auseinandersetzen.

Einige Probleme gab es mit der Verbindung über AirLink, welche nicht direkt klappte, obwohl die Kamera direkt neben dem WLAN Router angeschlossen wurde. Die Verbindung wurde zwecks Zeitüberschreitung immer wieder abgebrochen – womit keine Integration in die App, zumindest über diesen Weg, möglich war.

Sollte bei Ihnen das gleiche Problem bestehen, empfehlen wir die Versetzung in den AP Modus und daraufhin die manuelle Konfiguration (in der Anleitung beschrieben) über die Kamera. Damit hat es dann auch bei uns zügig geklappt und die Kamera konnte mit dem kabellosen Netzwerk verbunden werden.

Etwas übertrieben sind unserer Meinung nach die etlichen Dokumente, die dem Lieferumfang beiliegen. Hier könnten wir uns beispielsweise einen Quick Installation Guide vorstellen, der die wichtigsten Punkte der Installation und Montage zusammenfasst (auch sprachübergreifend). Das würde nicht nur die Anwendung erleichtern, sondern auch Papier und Platz sparen. Das komplette Handbuch, mit ausgeführten Erklärungen zu den einzelnen Funktionen könnte dann Online über die Webseite zur Verfügung gestellt werden.

Loben möchten wir die einfache und selbsterklärende Montage, denn mit lediglich einer Inbusschraube wird die Kamera arritiert. Ist diese lose, kann das Gerät über ein Kugelgelenk in nahezu jede Richtung gedreht und ausgerichtet werden. Fest verschraubt bewegt sich die HiKam A7 kein Stück. Bei der ersten Generation übernahm diese Rolle noch eine kleine Inbusschraube, da war das Konstrukt noch relativ unstabil. Mit der neuen Feststellschraube sind die vorherigen Probleme gut gelöst worden.

Allerdings ist uns bei der Bohrvorlage ein möglicher Fehler aufgefallen, denn die drei Bohrlöcher befinden sich an Stellen, an denen sich eigentlich die Verschraubungen zwischen der Montageplatte und der Kamera befinden. Die Halteplatte wird nämlich nicht am äußeren Rand mit dem Untergrund befestigt, sondern in der Mitte durch drei andere Schrauben.

 

Bildqualität – 8,0 / 10

Bildqualität: 7,5 / 10 Punkte
75 %

Die Bildqualität einer Überwachungskamera ist eine der wichtigsten Kriterien in unserem Test – mit schlechter Qualität ist eine Auswertung kaum möglich. Um dem weiter wachsenden Konkurrenzdruck stand zu halten, hat HiKam der zweiten Generation der A7 eine neue Auflösung (960P) verpasst. Doch wie schlägt sich das Bild im Vergleich zu anderen Überwachungskameras in dem gleichen Preissegment?

Unserer Meinung nach kann sich das Bild auf kurze Distanzen sehen lassen. Besonders stark ist dieses allerdings auch nur bei Tage, denn bei Nacht zeigen unsere Testaufnahmen, dass größere Entfernungen nur schlecht wiedergegeben werden – auch wirkt das Bild in den äußeren Rändern etwas „milchig“, was dem Gesamtbild leider etwas Schaden zufügt. Man kann schon genau erkennen, was sich auf dem Bild befindet, nur nicht sehr hochauflösend und etwas gestört durch die einfallenden Infrarot Strahlen.

Die Tagesaufnahmen hingegen gefallen uns richtig gut. Farben werden exzellent widergespiegelt und selbst in großer Entfernung ist alles gut erkennbar. Die Liveübertragung funktioniert gut und erreicht flüssige 30 Bilder pro Sekunde. Auch das Weitwinkelobjektiv ist spürbar, dieses besitzt bei der überarbeiteten Generation zwar nur 5° Grad mehr, doch ein Schritt in die richtige Richtung.

Für die Bildqualität vergeben wir daher 7,5 von 10 Punkte.

 

Software, WebUI und Funktionsumfang – 6,0 / 10

Funktionsumfang: 6,0 / 10 Punkte
60 %

Zuerst einmal möchten wir die Reichweite der WLAN-Verbindung hervorheben. In unserem Test sind die Überwachungskameras häufig 10 – 15 Meter, teils durch dicke Wände, von dem WLAN Router entfernt und die HiKam A7 meistert diese Hindernisse mit Bravour. Wir konnten bisher überall eine feste Verbindung, mit lediglich kleinen Schwankungen herstellen.

Die Android App ist übersichtlich, aufgeräumt und gut strukturiert. Mit nur wenigen Klicks sind die wichtigsten Einstellungen erreichbar und auch die Beschreibungen wurden gut angepasst (in den vergangenen Tests gab es dort einige Übersetzungsfehler).

Die Bewegungserkennung des Vorgängermodells war eher ernüchternd. Mit der zweiten Generation wurde daraufhin die Personendetektion eingeführt, die bislang noch nicht komplett den Wünschen des Herstellers nach umgesetzt ist. Doch diese Funktion ist bereits ein großes Upgrade, denn statt etliche Fehlalarme zu bekommen, wurde dieser Wert reduziert. Daher sind wir gespannt auf die finale Personendetektion. Derweil würden wir eher die zusätzliche Verwendung des drahtlosen PIR-Bewegungssensors empfehlen – dieser reduziet die Fehlalarme durch das Aufspüren von Infrarot Strahlen auf ein effektives Minimum.

Etwas ernüchternd ist leider auch die Computer Software, die gerne ein wenig mehr Funktionen enthalten könnte. Momentan ist es so, dass aufgezeichnete Videos, Bilder und der Livestream angeschaut werden können. Sollte die Ersteinrichtung über die APP scheitern, wäre unser Gedanke gewesen, die Kamera über die PC Software zu konfigurieren. Leider ist dies nicht möglich.

Alles in allem ist der Funktionsumfang etwas unter Standard und bekommt von uns 6,5 von 10 möglichen Punkten.

HiKam A7 (2.Generation)

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Zuletzt aktualisiert am: 16. Juli 2018 12:44
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Fazit zur HiKam A7 (2. Generation) – 7,2 / 10 Punkte

Update - 14.02.2018Wir haben diesen Beitrag kürzlich überarbeitet und mit den neusten Informationen der 2. Generation aktualisiert. Viele Kommentare beziehen sich auf die erste Generation und sind daher veraltet.

Überwachungskamera Test HiKam A7 ÜbersichtsbildWie bewerten wir also die zweite Generation der HiKam A7 in unserem Testbericht? Ganz auf dem neusten Stand der Technik ist das Gerät nicht, denn es fehlen so einige Funktionen (eingebauter PIR-Sensor, Einrichtung per WebUI / PC Software oder aber der Auflösungsstandard von 1080P).

Wir wünschen uns von dem Hersteller für die Zukunft außerdem, dass die Integration noch ein wenig einfacher gemacht wird. Bei den Innenkameras gibt es beispielsweise noch die Einbindungsmöglichkeit per QR-Code, dass könnte hierbei auch realisiert werden. Oder aber der Ausbau der Computer / Mac Software, bzw. das Hinzufügen eines Webinterfaces.

Für wen ist die HiKam A7 daher empfehlenswert? Wir würden das Gerät Personen, die eine Kamera für nahe Überwachung, also Eingänge und Zufahrten nutzen möchten, empfehlen. Am besten in Kombination mit einem PIR-Melder, da ist man dann auch auf der sicheren Seite, bis die Personendetektion so funktioniert wie sie soll.

HiKam A7 (2.Generation)

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7.2 Testergebnis
Befriedigend

Mit der zweiten Generation der HiKam A7 macht High Infinity so einiges richtig. Verbesserte Auflösung, Personendetektion und verbesserte Montage. Wir empfehlen, besonders für Anfänger, die Mitnahme des PIR-Bewegungssensors, da die Software-Detektion noch ausbaufähig ist.

Installation
7.5
Bildqualität
8.0
Funktionsumfang
6.0
PROS
  • Einfache Installation
  • Verbesserte Montage
  • 960P Auflösung - Tag- und Nachtaufnahmen
  • ONVIF Unterstützung
  • PIR-Infrarot-Sensoren können eingebunden werden
CONS
  • PIR-Sensor fehlt
  • Bewegungserkennung fehleranfällig (wir empfehlen PIR-Sensor)
  • Kein WebUI / Computer Software nicht für die Einrichtung
Nutzerwertung: 5 (1 Stimmen)
6 Kommentare
  1. Hallo, haben Sie nicht bemerkt, dass bei dieser Kamera die Auslöseempfindlichkeit nicht beeinflusst werden kann. Meine montierte Kamera löst durch sich bewegende Sträucher, durch Regen und selbst durch starken Wind aus (letzte Nacht 78 ! Meldungen). Das ist praxisfremd und sollte bei einem seriösen Test erkannt werden.
    mfG
    Klaus Ulrich Weber

    • Sehr geehrter Herr Weber,

      wir danken Ihnen für Ihren Kommentar. Nach einem erneuten Test, der die Ausrichtung auf Büsche und Bäume einbezog, mussten wir die gleichen Ergebnisse, wie in Ihrem Kommentar erwähnt, feststellen. Unsere Testbilder des Beitrages wurden auf einem ruhigen und bewegungsarmen Parkplatz aufgenommen, weshalb wir diese Fehlfunktion übersahen.

      Wir haben den Artikel dahin gehend abgeändert und werden uns mit dem Hersteller schnellstmöglich in Kontakt setzen, damit eine zufriedenstellende Bewegungsüberwachung ermöglicht werden kann.

  2. Hallo Zusammen,

    ich habe und ärgere mich über das gleiche Problem, wie Herr Weber (permanente Fehlalarme durch Wind/Regen/Blätter und selbst kleinste Insekten).
    Können Sie bitte beim Hersteller Anfragen, wann es dafür eine Lösung von Anbieter gibt und wie die im Detail aussieh.

    Besten Dank
    Steffen

  3. Vorne weg wäre zu sagen, dass ich mit dieser Kamera – eigentlich – sehr, sehr zufrieden bin. Die Alarmaufzeichnung wird bei meiner Kamera durch einen externen PIR Sensor ausgelöst, was sehr schön funktioniert. Eine durch Bildanalyse ausgelöste Alarmaufzeichnung dagegen funktioniert aus verständlichen Gründen nicht wirklich gut, da hierfür eine enorme Rechenleistung erforderlich wäre.

    Ein einfacher Pixelvergleich der Bilder im Sekundentakt reicht da eben nicht aus!! Aber beachten Sie doch bitte, dass Geräte die eine echte Objektanalyse durchführen können, ein Vielfaches der Cam kosten. Nun aber zum eigentlichen Punkt. Nach mehreren Tagen problemlosen Betriebes steigt meine Kamera fast regelmäßig aus. In der Regel am Morgen sehe ich auf dem Tablet, dass die Cam offline ist. Ein erneutes Starten der Android App oder ein Aus- und erneutes Einschalten der WLAN Verbindung auf dem Tablet bringt da überhaupt nichts. Ich muss die Kamera kurz von der Stromzuleitung trennen um dann eine neue Verbindung aufbauen zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt bekomme ich generell die Nachricht „Ziel-ID ist offline.

    Da während dieser Zeit auch Signale des PIR Sensors von der Kamera ignoriert werden (keine Aufzeichnungen auf Cam vorhanden), gehe ich davon aus, dass die gesamte Kamera nicht mehr arbeitet (und eben nicht nur eine Störung zum WLAN vorliegt). Dieses Verhalten ist „verschmerzbar“ so lange ich nicht zwei oder drei Wochen im Urlaub bin, denn da habe ich keinen Zugriff auf die Cam. Was tun, sprach Zeus?

  4. HiKam weist ausdrücklich darauf hin, daß der Bewegungssensor nicht genutzt werden sollte, wo Änderungen der Helligkeit durch Bewegung stattfinden kann. Die Firma empfiehlt einen externen PIR Sensor. Ich habe mir für ca 15 EUR ein solches Gerät von einer Fremdfirma besorgt. Hiermit ist die Aufnahmesteuerung genauso wie man sie sich wünscht. Der getrennte PIR Sensor, über Funk verbunden, hat den Vorteil, ihn da hinzustellen, wo er sinnvoll ist und nicht, wo die Kamera steht. Diese Kombination ist nur zu empfehlen

  5. Ich habe bisher 2x die Foscam-Kamera FI9805W installiert und nun zum ersten Mal die Hikam eingesetzt. Die Installation war wesentlich einfacher als bei der Foscam-Kamera. Allerdings sind auch die Konfigurationsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Auch beim Bild sehe ich Vorteile bei der Foscam-Kamera, insbesondere die Nachtsicht ist besser.

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