So schützen Sie ihren Haushalt während ihrer Abwesenheit

Im Sommer 2014 brachen in Ingolstadt ein oder mehrere Einbrecher in ein Haus zweier Eheleute ein. Sie gelangten gewaltsam durch ein Kellerfenster ins Gebäude und stahlen Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro. Ebenso entstand ein nicht unerheblicher Sachschaden. (Quelle: polizei.bayern.de)

In Wesel, ebenfalls im Sommer 2014, brannte das Einfamilienhaus einer achtköpfigen Familie während eines Ferienurlaubs komplett ab (Schaden: über 400.000 Euro) Brandexperten der Polizei vermuteten, dass der Brand durch einen Kabelbrand im Kinderzimmer ausgelöst wurde. Die Familie verlor dabei alles und besaß nur noch das, was sie aus dem Urlaub wieder mitgebracht hatten.

Jeder kennt es: man ist auf dem Weg in den Urlaub und stellt sich elementare Fragen wie: Habe ich den Herd ausgemacht? Habe ich die Wohnungstür verschlossen? Ist mein Haus während des Urlaubs sicher? Manche Menschen zerfrisst dann die Unsicherheit und sie können ihren Urlaub nicht richtig genießen, werden von Unwohlsein und sogar Schlafstörungen geplagt.

Wir haben für Sie wichtige Tipps und Hinweise zusammengestellt, damit ihr Haus oder ihre Wohnung während ihrer Abwesenheit gesichert ist und bei der Rückkehr kein böses Erwachen kommt.

 

1. Türen und Fenster schließen

Ziehen Sie ihre Wohnungstür nicht einfach zu – beim Verlassen der Wohnung sollten Sie immer abschließen! Andernfalls handeln Sie grob fahrlässig, was nach einem Einbruch im schlimmsten Fall dazu führt, dass z.B. die Versicherung den entstandenen Schaden nicht ersetzt.

Klopfen Sie einmal gegen ihre Tür: wenn es sich hohl anhört, kann man darauf schließen, dass diese nicht sehr massiv ist und sich ggf. leicht aushebeln lässt. Sie sollten über weitere Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. einer Türgriffkette nachdenken.

Die Fenster sollten ebenfalls geschlossen sein. Ein gekipptes Fenster lässt sich leicht aushebeln und bietet Kriminellen eine einfache Möglichkeit in ihre Wohnung einzudringen.

 

2. Nachbarn /Freunde/Verwandte einspannen

Informieren Sie ihre Nachbarn über ihre Abwesenheit und bitten Sie sie ein Auge auf ihr Haus/Wohnung zu haben. Bei Unwetter und Hochwasser können Schäden registriert und gegebenenfalls behoben oder zusätzliche Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Geben Sie vertrauenswürdigen Personen ihren Briefkasten- und eventuell auch den Wohnungsschlüssel. Der Briefkasten sollte regelmäßig während ihrer Abwesenheit geleert werden, damit man nicht schon an einem überquellenden Briefkasten erkennt, dass sie verreist sind.

Verstecken Sie keinen Zweitschlüssel im Briefkasten, unter der Fußmatte oder sonst in der Nähe ihres Heims, Einbrecher schauen dort als erstes nach. Wenn Diebe durch solch einen Fehler Zugang zu ihrer Wohnung erhalten, so wurde dies grob fahrlässig verursacht und die Versicherung wird den Schaden nicht bezahlen.

 

3. Überflüssige Geräte abschalten

Ziehen Sie den Stecker bei elektronischen Geräten mit Stand-by-Modus. Das spart nicht nur Stromkosten, sondern erspart einem auch den Anblick seines abgebrannten Eigenheims, nach dem zweiwöchigen Tunesien-Urlaub – verursacht durch einen Brand durch ein schmorrendes Gerät.

Denken Sie auch an alle gasbetriebenen Geräte! Am besten den Haupthahn der Gasversorgung zu drehen.

 

4. Wertgegenstände und wichtige Dokumente sicher lagern

Machen Sie es Einbrechern nicht zu einfach: achten Sie darauf, dass Wertgegenstände wie Schmuck oder Bargeld nicht offen in der Wohnung herumliegen, ebenso wichtige Dokumente wie Versicherungsunterlagen, Urkunden oder Sparbücher. Am besten sind diese in einem Tresor oder in einem Schließfach bei ihrer Bank oder Sparkasse aufgehoben.

Kreditkarten, Schmuck und hochwertige Elektrogeräte (Smartphones, Tablets etc.) sollten nicht einfach so in der Wohnung herumliegen. Ein kurzer Blick durch die Fenster und der Einbrecher weiß sofort bescheid ob er genug aus dem Haus herauskriegt.

 

5. Abwesenheit verschleiern

90% der Einbrüche geschehen bei Abwesenheit des Eigentümers. Täuschen Sie also Anwesenheit vor! Bitten Sie Nachbarn, Freunde oder Verwandte regelmäßig, während ihrer Abwesenheit, Jalousien und Rollladen zu öffnen und das Licht für ein paar Stunden brennen zu lassen. Sogar das bloße Gießen von Pflanzen reicht.

Eine andere Möglichkeit ist die Anschaffung von Zeitschaltuhren. Damit können Sie z.B. einfach die Beleuchtung ihrer Wohnräume steuern oder täglich das Radio oder den Fernseher für ein paar Stunden laufen lassen.

 

6. Anrufbeantworter

Sprechen Sie nicht über ihre Reise/Urlaub/Abwesenheit auf dem Anrufbeantworter. Einbrecher nutzen dies aus und wissen genau in welchem Zeitraum sie ungestört einbrechen können. Schalten Sie die Funktion am besten komplett ab, wenn sie auch sonst nur während ihrer Abwesenheit den Anrufbeantworter einschalten. Sie können derweil auch Anrufe vom Festnetz auf ihr Handy umleiten lassen.

 

7. Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung sollte jede Privatperson in Deutschland haben, die einen eigenen Hausrat führt. Sie haftet für Einbrüche, Feuer, Wasserschäden (Leitungswasser) und Blitzschlag – auch während ihrer Abwesenheit.

Wenn Sie mehr als 60 Tage verreisen, müssen Sie dies ihrem Versicherer melden, ansonsten riskieren Sie ihren Versicherungsschutz. Die Versicherung prüft nämlich ob durch ihre längere Abwesenheit ein erhöhtes Risiko von Gefahr besteht und wird gegebenenfalls ihren Versicherungsbeitrag für diese Zeit erhöhen.

Achten Sie darauf, dass nur Dinge (ungeschützt) im Haushalt verbleiben, die durch ihre Hausratversicherung in Art und Höhe abgedeckt sind, andernfalls kann es bei entstandenen Schäden zu Problemen mit ihrer Versicherung kommen.

 

8. Alarmanlagen und Überwachungskameras

Schützen Sie ihr Haus mit zusätzlicher Sicherheitstechnik. Alarmanlagen, die ordentlich Lärm machen, wenn unbefugte Dritte versuchen sich Zutritt zu verschaffen, wie z.B. die Lupusec XT2 Plus, lenken die Aufmerksamkeit auf ihr Haus/Wohnung und schlagen Einbrecher und Diebe in die Flucht.

Gut platzierte Überwachungskameras dienen nicht nur zur Aufzeichnung möglicher Einbrecher, sondern oftmals schon als Abschreckung (z.B. in der Nacht durch typisch leuchtende LEDs). Statistiken zufolge verhindert Videoüberwachung 90% der Straftaten, ebenso werden bis zu 95% dadurch aufgeklärt. Neue Überwachungskameras lassen sich direkt über das Internet abrufen, wodurch man auch im Urlaub einen direkten Blick in und um das Haus bekommt.

Beitragsfoto © starsstudio – Fotolia.com

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