Wildkamera Test 2019: Der Vergleich aktueller Geräte

Man sieht sie derzeit überall: die Wildkameras – spottbillig im Discounter oder online in großen Versandhäusern sind die Überwachungskameras zum dokumentieren ein wahrer Verkaufshit. In diesem Wildkamera Test & Vergleichsartikel möchten wir Ihnen die besten Geräte vorstellen.

Was sind Wildkameras?

getarnte-wildkamera-am-baumMit einer Wildkamera kann man besonders gut Objekte wie Tiere beobachten und aufnehmen. Die Hardware besteht aus einer robusten und wetterfesten Kamera, die in den meisten Fällen mit Hilfe von Batterien betrieben wird.

Die Wildkamera hat die Fähigkeit, automatische Aufnahmen von Lebewesen zu machen, die in das Sichtfeld der Kamera treten. Dies können Tiere sein oder auch Menschen, die im Rahmen einer Videoüberwachung aufgenommen werden.

Wildkameras werden in diesem Zusammenhang auch häufig als Überwachungskameras genutzt. Es ist grundsätzlich wichtig, das Gerät richtig einstellen zu können.

Verantwortlich für die Aktivierung der Kamera ist ein Bewegungsmelder. Durch diesen wird die Aufnahmefunktion der Kamera aktiviert. Auf diese Weise können sowohl Fotos geschossen als auch Videos gedreht werden.

Die getätigten Aufnahmen werden auf der internen Speicherkarte gesichert und können anschließend verwaltet werden. Die grundsätzliche Aktivierung der Kamera erfolgt immer erst dann, wenn ein Objekt in den Fokus des Bewegungsmelders tritt.

Dem zufolge verfügen die Wildkameras über eine besonders hohe Batterielaufzeit und können Wochen oder sogar Monate an einer bestimmten Stelle justiert werden, ohne auszufallen.

Aus diesem Grund werden die Kameras häufig dafür verwendet, Aufnahmen zu machen von Objekten und Subjekten, die unter normalen Umständen schwer zu erreichen sind und für Stellen, die keine regelmäßige Stromversorgung bieten.

Im Übrigen verfügen die Kameras im Wildkamera Test in der Regel auch über eine Nachtaufnahme-Funktion, so dass auch im Dunkeln Aufnahmen problemlos gemacht werden können. Eine entsprechende Ausleuchtung erfolgt durch spezielle Infrarot- LEDs.

Diese sind für die Lebewesen kaum wahrnehmbar. Es entstehen hier Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Es gibt auch Modelle, die über eine Funkübertragung verfügen. Hierbei werden die Bilder an einen Empfänger gesendet.

Funktionsweise einer Wildkamera

Wenn die Kamera sich im Stand-by-Modus befindet, dann erfolgt ein permanentes Scannen der Umgebung mittels des Bewegungsmelders. Sobald der Bewegungsmelder fündig geworden ist, sendet er ein entsprechendes Signal an die Kameraeinheit.

Dies führt zur Aktivierung der Wildkamera. Die Kameras können sowohl Tag- als auch Nachtaufnahmen tätigen. Dabei schießt sie ein Foto oder auch eine Reihe von Bildern. Auch Videoaufnahmen sind möglich.

Im Inneren der Wildkamera befindet sich eine SD-Karte, welche die Aufnahmen abspeichert. Abschließend stellt sich die Kamera wieder automatisch in den Stand-by-Modus zurück. Dadurch ist die Kamerafunktion an sich deaktiviert.

Nur der Bewegungssensor bleibt in ständiger Bereitschaft. Neue Modelle verfügen hierbei über Infrarotsensoren, die besonders energiesparend sind. Es handelt sich hier um sogenannte PIR-Sensoren, also passive Infrarot Sensoren.

Der Sensor ist meist sehr klein. Seine Reaktion erfolgt aufgrund von Wärmeeinstrahlung in Verbindung mit Bewegungsabläufen. Alle Lebewesen und auch Objekte erzeugen Wärme und strahlen diese aus. Diese Wärme ist für den Menschen nicht wahrnehmbar und auch nicht sichtbar.

Es handelt sich bei Licht um eine elektromagnetische Strahlung, die sich in Form von Wellen abbildet. Lange Wellen werden als infrarot bezeichnet. Diese können von einem Bewegungsmelder erfasst werden.

Der Sensor der Wildkamera wird auf einen Erfassungsbereich gerichtet. Dieser entspricht meist dem Blickwinkel der Linse. Alle Objekte, die sich in diesem Bereich bewegen, werden von dem Bewegungsmelder erfasst. Er erkennt die Objekte, da sie mehr Wärme ausstrahlen als ihr Umfeld.

Damit die Kamera nicht dauerhaft auslöst, was im Falle einer konstanten Sonneneinstrahlung geschehen würde, muss die Wärme noch zusätzlich durch eine Bewegung begleitet werden. Dieses Zusammenspiel löst einen elektrischen Impuls aus. Die Kamera stellt sich scharf.

Besonders gut lassen sich mit einer Wildkamera Säugetiere und Vögel aufnehmen, da es sich hierbei um Warmblüter bzw. endotherme Lebewesen handelt. Der Infrarotsensor ist also für die Erfassung von Wärmequellen verantwortlich.

Um Bewegungen registrieren zu können, benötigt die Kamera noch zusätzlich eine Streuscheibe. Diese unterteilt den Erfassungsbereich in viele kleine Sektoren. Dies geschieht durch eingeprägte Sammellinsen, die die Strahlung ähnlich einer Lupe verstärken. Erst danach erfolgt die Weiterleitung an den Sensor.

Die Wärme „hüpft“ dabei von einer Linse zur nächsten. In den kurzen Sprungphasen zwischen den Linsen kommt es zu minimalen Unterbrechungen der Wärmestrahlung. Dadurch kann der Infrarotsensor die Bewegung als solche verstehen und registrieren und seine Reaktion einleiten.

Die Weiterleitung der Impulse wird auch als „Trigger-Time“ betitelt. Gute Kameras benötigen unter 1 Sekunde, um aktiv zu werden und das Bild zu schießen. Es kann individuell eingestellt werden, ob die Kamera nur Fotos schießen oder auch Videos drehen soll und in welcher Anzahl.

Es ist wichtig, die wildkamera richtig einstellen zu können. Zudem lässt sich die Sensibilität des Sensors einstellen und die Wildkamera verfügt über eine Zeitschaltuhr, mit welcher sich die generelle Aktivierung der Kamera bzw. des Sensors steuern lässt. Viele Modelle haben auch einen eingebauten Zeitraffer bzw. eine Serienbildfunktion.

Die Wildkamera kann wie bereits erwähnt auch Nachtaufnahmen machen. Hierfür gibt es den speziellen Nachtsicht-Modus. Dieser funktioniert auch über die Infrarotstrahlung. Um die Nachtaufnahmen fertigen zu können, werden zum einen der Infrarotsensor benötigt, sowie auch ein abschaltbarer Infrarotfilter und LEDs, die mit Infrarot betrieben werden.

Die Wildkamera ist mit einem klappbaren Infrarot—Sperrfilter ausgestattet. Tagsüber liegt dieser über dem Objektiv, nachts klappt sich dieser zurück und gibt die Linse frei. Die Information wird durch eine Fotozelle weitergegeben, die die Helligkeit der Umgebung misst. Die Bewegung des Filters erfolgt elektromagnetisch.

Unterschied zu Überwachungskameras

Überwachungskameras verfügen ebenso wie Wildkameras über einen integrierten Bewegungsmelder. Die Kamera befindet sich im Stand-by-Modus und scannt die Umgebung ab.

Bei Veränderungen im Bild wird die Bewegungserkennung aktiviert. Veränderungen können beispielsweise durch veränderte Lichteinflüsse und Kontraste herbeigeführt werden. Mit der Bewegungserkennung findet eine Aufnahme des Erkennungsfeldes statt. Alle anderen Funktionen werden dabei deaktiviert.

Es können grundsätzlich sowohl Bilder als auch Videos aufgenommen werden. Der Unterschied zur Wildkamera ist der, dass die Überwachungskamera auf Veränderungen der Lichtverhältnisse und Kontraste reagiert. Es findet hier keine Erkennung von Veränderungen bezüglich der Wärmestrahlung statt.

Weiter im Thema Wildkamera – was ist zu beachten? Es ist bei einer Wildkamera von großer Bedeutung, dass Streuscheibe und Sensor optimal aufeinander abgestimmt sind. Nur so kann das Zusammenspiel aus Wärmeerkennung und Bewegungsmeldung richtig funktionieren und die Kamera zuverlässig aktiviert werden.

Hierbei geht es auch darum, Bewegungen im gesamten Erfassungsbereich richtig zu registrieren, das heißt Bewegungen die seitlich vor die Linse treten gleichermaßen wie Bewegungen, die von vorne herantreten. Bei einer schlechten Einstellung stellt sich zudem häufig der Fehler ein, dass wenig horizontale Bewegungen schlecht oder gar nicht erfasst werden.

Im wildkamera test wird auch häufiger festgestellt, dass sich einige Modelle schwer damit tun, kleinere Objekte zu erfassen. Dies liegt an einem zu schwachen Bewegungsmelder. Auch die Reichweite des Bewegungsmelders kann ein Problem darstellen. Dies liegt an dem Zusammenspiel aus der Größe und der Entfernung des Objektes.

Je weiter das Objekt entfernt ist, desto kleiner erscheint es im Erfassungsbereich. So werden kleinere Objekte ebenfalls schlechter registriert oder erst bei einem sehr nahen herantreten. In diesem Zusammenhang tritt auch häufiger das Problem der schlechten Erfassung von Frontalbewegungen auf.

Dies gilt für Objekte, die sich frontal auf die Kamera zubewegen oder an einer bestimmten Stelle verharren und dort beispielsweise nur Armbewegungen machen.

Wildkamera – was ist zu beachten

Beim Kauf einer Wildkamera sollte darauf geachtet werden, dass Black-LEDs enthalten sind. Zudem sollte die Wellenlänge mit 940 nm angegeben sein. Auch die Anzahl der Megapixel entscheidet über die Qualität der Aufnahmen.

Je höher die Pixel, desto besser die Auflösung. Auch die Speicherkarte sollte über eine ausreichende Speicherkapazität verfügen. Eine SDXC-Karte kann bis zu 2 TB an Datenvolumen abspeichern. Zudem sollte die Trigger-Time möglichst kurz sein, da ansonsten das Objekt schon wieder aus dem Erfassungsfeld verschwunden sein kann, bevor die Kamera überhaupt ausgelöst hat.

Auch die Batterielaufzeit ist wichtig. Diese kann aber auch über die Wahl der Einstellungen der Kamera beeinflusst werden. Viele Videos und die sensible Einstellung der Empfindlichkeit des Sensors können die Batterieleistung beeinträchtigen. Gleichfalls benötigen Nachtaufnahmen mehr Energie als Tagaufnahmen.

Je mehr Aufnahmen gemacht werden, desto schneller leert sich natürlich auch der Akku. Aber auch die Außentemperaturen haben einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Batterien. Bei einer guten Wildkamera ist zudem die Funktion einer Aufnahmepause vorgesehen, welche sich nach einer erfolgreichen Aufnahme einstellt. Dies spart wertvolle Energie.

Wie ist die Gesetzeslage?

Der Einsatz von Wildkameras ist gesetzlich geregelt. Wildkameras wurden ursprünglich vor allem für die Verwendung in der Natur, genauer im Wald entwickelt, um dort Tiere aufnehmen zu können.

Die freie Verwendung im Wald ist jedoch nicht mehr so ohne Weiteres möglich. Gesetzlich wird der Wald als öffentlicher Raum bezeichnet. Demzufolge könnten neben Tieren auch Menschen in den Fokus der Kamera geraten und es so zu ungewollten Aufnahmen kommen.

Dies berührt die Rechte der Fotografierten und ist vor allem im Zusammenhang mit dem neuen Datenschutzgesetz problematisch. Nach diesem Bedarf es dem Einverständnis des Fotografierten, bevor es zu einer Aufnahmen und Speicherung der Daten kommen darf.

Ein gewisser Spielraum wird hier jedoch gewährt. So ist es dem Pächter eines Jagdrevierst gestattet, beispielsweise Klirrungen im Wald zu beobachten oder auch den Wildbestand zu kontrollieren.

Besonders für Personen unzugängliche Bereiche sind von den Schutzregelungen ausgenommen und dürfen mit einer Wildkamera ausgestattet werden. Hierbei kann es allerdings Ausnahmeregelungen einzelner Bundesländer geben. Im Saarland beispielsweise muss das Beobachten einer Klirrung beim Datenschutzzentraum gemeldet werden.

Grundsätzlich gibt es kein Gesetz, welches speziell den Einsatz von Wildkameras regelt. Die Vorschriften ergeben sich deshalb aus den Gesetzen, die grundsätzlich die Überwachung öffentlicher Räume regeln sowie auch dem BDSG.

Es gilt generell, dass die Überwachung eines öffentlich zugängigen Raums nicht gestattet ist. Auch im Betrieb oder am Arbeitsplatz darf keine Überwachung stattfinden.

Der Einsatz einer Wildkamera auf privatem Grund hingegen wird anders bewertet. Hier gilt die Annahme, dass ein Privatgelände nur von einem bestimmten Personenkreis genutzt wird. Das heißt, dass Privatbereiche weder öffentlich noch frei zugänglich sind.

Daher dürfen dort Wildkameras aufgestellt werden. Das ungefragte Filmen oder Fotografieren von Personen bleibt aber weiterhin untersagt, sofern keine gegenteilige Einwilligung vorliegt.

Es empfiehlt sich daher, einen Hinweis anzubringen, dass eine Kameraüberwachung stattfindet. Die gespeicherten Daten dürfen nicht verbreitet werden ohne ausdrückliche Zustimmung. Grundsätzlich sollten die Bilder regelmäßig gelöscht werden.

Wo Wildkamera kaufen?

Wildkameras sind sowohl im stationären Handel als auch im Onlinehandel erhältlich. Seiten wie Amazon oder Rakuten vergleichen und vertreiben zahlreiche Modelle.

Stationär findet man die Wildkamera im spezialisierten Elektrofachmarkt sowie in Geschäften für Jagdbedarf. Online kann man sich vorab sehr gut darüber informieren, wo Wildkamera kaufen möglich ist.

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