Wintervorkehrungen: Grundstücksbesitzer aufgepasst!

Der Winter ist offiziell in Deutschland, wenn auch ein wenig verzögert, angekommen und jedes Jahr wieder gibt es einiges in der kalten Jahreszeit zu beachten. Besonders Grundstückbesitzer haben im Falle von Schnee und Eis einige Verantwortungen denen so schnell wie möglich nachgegangen werden sollte.

 

Winterdienst: Schneeschippen und Streuen

Die wohl wichtigste Aufgabe ist das Streuen von Gehwegen, Einfahrten und bestenfalls auch noch der Straße vor dem Grundstück. Dies gilt laut Grundgesetz für Immobilienbesitzer und auch für Mieter, sollte dies explizit im Mietvertrag vermerkt sein. Der unbeliebte “Winterdienst”, wie er gerne genannt wird, sollte möglichst früh und gewissenhaft durchgeführt werden, denn bei Nichteinhaltung können große Kosten entstehen. Hat es die Nacht über geschneit sollten die Wege bereits gegen 07:00 Uhr in der Früh geräumt werden oder manchmal schon geräumt worden sein. Meist gilt allerdings, dass sämtliche Gehwege nach einem Schneefall bis 20:00 Uhr frei sein müssen.

Nach dem Schneeschippen kommt das Streuen. Dabei ist es eigentlich egal ob Auftaugranulat, Streusalz oder Sand verwendet wird. Wichtig ist bloß, dass ein ca. 1 Meter breiter, gestreuter Streifen entsteht, der genug Platz für zwei sich entgegenkommende Personen bietet.

Anlieger die dem Winterdienst nicht nachkommen, können mit einer hohen Schadensersatzklage rechnen, sollten sich Personen auf den unbehandelten Wegen verletzen. Zu empfehlen ist außerdem die Räumung und Streuung von an das Grundstück angrenzenden Fußwegen und Straßenabschnitten, da die öffentlichen Räumungsdienste im Falle von Schnee und Eis bereits genug zu tun haben und meist sowieso schon maßlos überfordert sind (nicht alle Straßen können gleichzeitig geräumt und gestreut werden).

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Zuletzt aktualisiert am: 8. Dezember 2017 23:17
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Schneemassen und Flachdächer vertragen sich nicht

Sollte der doch so seltene Fall (in Deutschland) von besonders viel Schneefall auftreten, gibt es auch dort wichtig Vorkehrungen zu treffen. Schuppen, Häuser und andere Bauten mit Flachdächern können schnell unter der Last von Schnee einbrechen. Eben wenn das Dach nur mäßig gegen große Gewichte von oben verstärkt ist, kann dies fatale Auswirkungen haben. So wird geraten den Schnee möglichst früh, bestenfalls direkt zu entfernen. Dies gilt im Übrigen auch für herunterhängende Eiszapfen!

Sobald das Tauwetter anfängt ist es meist schon zu spät und der Schnee- / Matschhaufen lässt sich nur mit viel Mühe bewegen. Feuchter und verdichteter Schnee (sog. Altschnee) kann bis zu 500 Kilogramm pro Kubikmeter wiegen, was so gut wie jedes Flachdach in die Knie zwingt.

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Zuletzt aktualisiert am: 8. Dezember 2017 23:17

 

Holzarbeiten

Nicht nur Dächer sind betroffen von dem irren Gewicht von Altschnee, sondern auch Bäume. Besonders große Pflanzen können zu Gefahren werden, wenn der Schnee sich verdichtet. Bäume im öffentlichen Bereich (Straßen, öffentliche Plätze etc.) werden meist durch die Stadt alle paar Jahre zurückgeschnitten, dies passiert auf einem Privatgrundstück selbstverständlich nur durch den Besitzer. Dieser muss die Verkehrssicherungspflicht beachten, die besagt, dass herabfallenden Ästen und umfallenden Bäumen vorgebeugt werden muss.

Winterzeit ist ebenfalls auch Abholzzeit, da die Gewächse in diesem Zeitraum nicht mehr wachsen und in den Winterschlaf fallen. Die örtliche Behörde erteilt grundsätzlich Säge-Genehmigungen im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 28 Februar.

Achtung: Hierbei kann es sein, dass Sie eine Erlaubnis benötigen (besonders bei größeren Bäumen). Fragen Sie hierfür bei der örtlichen Behörde nach.

 

Winterreifen auch ohne Schnee und kalte Temperaturen ratsam

Auch das Thema Auto spielt selbstverständlich im Winter eine große Rolle. Dies ist bereits durchgekaut und jeder weiß, dass Winterreifen in der kalten Jahreszeit Pflicht sind, allerdings trifft man immer wieder Leute an, die milde Temperaturen oder wenig Schneefall als Ausrede nutzen.

Dieses Thema haben wir in unserem “3 Dinge, die Sie als Autofahrer wissen müssen” Artikel aufgegriffen, behandelt und diskutiert.

 

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